Basketball-Bundesliga Frauen

BG 74 Göttingen: Ein paar Komplimente, aber keine Punkte

Ganz starkes Spiel: Göttingens Vasiliki „Viki“ Karambatsa (re.) wird von Rheinlands Joyce Smith bedrängt.
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Ganz starkes Spiel: Göttingens Vasiliki „Viki“ Karambatsa (re.) wird von Rheinlands Joyce Smith bedrängt.

Bis zur Mitte des letzten Viertels konnten die medical instinct Veilchen BG 74 Göttingen den haushohen Favoriten und Spitzenreiter in der Basketball-Bundesliga, den Rheinland Lions, Paroli bieten.

Göttingen – Am Ende aber fehlten dem Team von Trainer Goran Lojo bei der 63:84 (32:39)-Niederlage Konzentration, Kraft und die beiden Centerinnen Vasiliki Karambatsa und Morgan Pullins, die mit je fünf Fouls vorzeitig ausgeschieden waren, um für eine Sensation sorgen zu können.

Dabei fing es richtig gut an für die Gastgeberinnen, die zwar anfangs 2:4 hinten lagen, dann aber durch Karambatsa, die ihr bestes Spiel für die Göttingerinnen bestritt und die ersten sechs Punkte erzielte, mehr und mehr die Oberhand bekamen durch Konzentration und Fokussierung auf den Gegner und so das erste Viertel verdient mit 22:16 gewannen. Karambatsa erzielte in diesen ersten zehn Minuten allein insgesamt 14 Punkte. Nach einer 29:20-Führung im zweiten Viertel aber brachen die Veilchen aber ein, und mit einem 16:0-Lauf drehten die Gäste das Spiel zu ihren Gunsten auf 36:29. Mit einer 39:32-Führung für die Lions ging es in die Halbzeitpause.

Gleichwohl fügten sich die Gastgeberinnen (noch) keinesfalls in ihr Schicksal als krasse Außenseiterinnen, sondern hielten in der Folgezeit dagegen, verkürzten den 53:39-Vorsprung der Gäste mit einem 8:0-Lauf auf 47:53.

Mit einem 59:68 ging es ins letzte Viertel, dass der Lions-Trainer Mario Zurkowski nicht mehr miterlebte, da er aufgrund eines zweiten Technischen Fouls die Halle verlassen musste. Co-Trainer Timur Topal übernahm den Rest des Coachings. Bis zum 63:70 hielten die Göttingerinnen die Partie noch völlig offen, ehe sich durch unverständliche Schiedsrichter-Entscheidungen Hektik breitmachte und so die Veilchen völlig aus dem Rhythmus brachte. Von dieser Hektik ließ sich der Spitzenreiter, der erst ein Spiel verloren hat, nicht anstecken, sondern spielte fortan seinen „Stiefel“ herunter, ließ keinen einzigen Punkt des Gegners mehr zu und gewann am Ende souverän.

Die BG 74 sehr stark gekämpft, indes für eines ihrer besten Saisonspiele am Ende nicht belohnt worden – so verschwanden Mannschaft und Trainer schnell in der Kabine, um möglicherweise den nachvollziehbar angestauten Frust abzubauen.

Viertel: 22:16, 10:23 - 27:29, 4:16.

BG 74: M. Oevermann, A. Oevermann, Kretschmar, Karambatsa 18, Reichert 3/1 Dreier, Pullins 8, Brabencova 11, Bujniak 12/2, Tudor 11/1.

Erfolgreichste Rheinland: Wurtz 26/3, Rollerson 17, Bär 13/3.  (Walter Gleitze/gsd)

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