Basketball-Bundesliga Frauen

BG 74 Göttingen gewinnt den Krimi gegen TK Hannover

Topscorerin mit 17 Punkten: Göttingens Anna Kelly (am Ball), hier gegen Hannovers Aliaksandra Tarasava (links) und Teja Gorsic feiert eine gelungene Heimpremiere. 

Die flippo Baskets BG 74 Göttingen gewinnen nach Verlängerung mit 59:50, schlagen nach Keltern und Herne wieder einen der "großen" Klubs.

3,3 Sekunden sind in der normalen Spielzeit der Partie der Basketball-Bundesliga noch zu spielen. Die flippo Baskets BG 74 Göttingen führen vermeintlich beruhigend mit 50:46 gegen den TK Hannover. Foul an der TK-Spielerin Marleen Peek beim Korbwurf. Der Korb zählt, und sie bekommt einen Freiwurf zugesprochen, der aber nicht reinfällt. Birte Timm schnappt sich den Rebound und schafft das schier Unmögliche, wirft den Ball in den Korb zum 50:50. Verlängerung! In drei Sekunden vier Punkte – unglaublich! Der psychologische Vorteil liegt nun bei den Gästen – sollte man meinen. Doch falsch gedacht. In der ein Mal fünfminütigen Verlängerung zeigen die Gastgeberinnen, warum sie mit Abstand das defensiv zweit stärkste Team sind. Nicht einen Punkt erlauben sie dem TKH, gewinnen nicht nur die Overtime mit 9:0, sondern logischerweise auch das hart umkämpfte Match mit 59:50 (24:25, OT 9:0).

Es kam sogar noch besser. Mit der Schlusssirene erzielte Anna Kelly bei ihrer Heimpremiere vor völlig begeisterten 470 Zuschauern einen Dreier und egalisierte das Hinspielergebnis von 63:72. Indes entscheidet das Team bei Punkt und Korbgleichheit den direkten Vergleich, das mehr Punkte auswärts erzielt hat – und das sind die flippo Baskets.

„Ein großartiges Spiel in einer tollen Mannschaft“, meinte Kelly und war total glücklich über ihren gelungenen Einstand vor heimischer Kulisse. „Wir haben das Spiel in der Defensive gewonnen“, wusste sie sogleich um die Stärken ihres neuen Teams. „Wir hätten das Spiel bereits in der regulären Spielzeit gewinnen müssen, aber da haben etwas merkwürdige Schirientscheidungen die Verlängerung nötig gemacht“, meinte der dennoch überglückliche BG 74-Trainer Goran Lojo. „Wir haben nach Kelten nun einmal die beste Defense der Liga, mit der wir inzwischen auch die Großen schlagen können, siehe Herne und Keltern. Und nun auch den Tabellendritten Hannover“, ergänzte er voller Stolz. Gleichwohl fiel der TKH nun auch Rang fünf zurück, die BG 74 behauptete Playoff-Rang sieben.

Mitentscheidend für den Göttinger Sieg waren 25 Ballverluste aufseiten der Hannoveranerinnen und 16 Ballgewinne der BG 74. Da konnten die Baskets auch eine unterirdische Dreierquote von 17 Prozent (4 von 23) locker verkraften. Zudem packte sich Ivana Blazevic zwölf Rebounds und trug erheblich zu einer unglaublich starken Defensive bei.  gsd

Viertel-Ergebnisse: 8:9, 16:16 – 10:10, 16:15, OT 9:0)..

BG 74 Göttingen: Azinovic, Blazevic 8 (12 Rebounds), Crowder 5, Kelly 17/2 Dreier, Morton 16/2, Karambatsa 5 (9 Rebounds), McMorris 8 (9 Rebounds).

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