Basketball-Bundesliga Frauen

BG 74 Göttingen: Jetzt Konzentration auf den Abstiegskampf

Beste Göttingerin mit 15 Punkten: Marie Reichert (Mitte) wird von Hernes Tayler Michelle Mingo (li.) und Veronika Remenarova in ihrem Vorwärtsdrang gebremst.
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Beste Göttingerin mit 15 Punkten: Marie Reichert (Mitte) wird von Hernes Tayler Michelle Mingo (li.) und Veronika Remenarova in ihrem Vorwärtsdrang gebremst.

Nach der 52:68 (22:36)-Niederlage gegen den Bundesliga-Konkurrenten Herner TC sind die medical instinct Veilchen BG 74 Göttingen im Achtelfinale des DBBL-Pokals vor der äußerst mageren Kulisse von 45 Zuschauern in der FKG-Halle ausgeschieden.

Göttingen – „Ich bin mit der Leistung des Teams zufrieden, kann keiner Spielerin einen Vorwurf machen“, meinte BG 74-Geschäftsführer Richard Crowder. Und auch Veilchen-Trainer Goran Lojo zeigte sich zumindest mit der zweiten Halbzeit zufrieden, die die Gastgeberinnen nur knapp mit 30:32 verloren hatten. „Es ist für uns eine schwierige Phase, weil wir wegen der vielen Verletzungen nicht mit zehn Spielerinnen trainieren können. Wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen“, meinte Lojo.

Nach diesem Ausscheiden aus dem Pokal geht es nun zuvörderst um den Ligaerhalt für die Göttingerinnen. Dabei hofft Lojo, dass in absehbarer Zeit auch wieder Jennifer Crowder dabei helfen kann. Ob sie allerdings schon am Sonntag um 16 Uhr in der FKG-Halle beim nächsten Punktspiel gegen den Aufsteiger Rheinland Lions, der überraschend die Tabelle anführt, dabei sein kann, ist noch unsicher.

Gegen Herne wollten vornehmlich die Drei-Punkt-Würfe nicht fallen. So ging bei den beiden Dreierspezialistinnen Kristyna Brabencova (1 von 4) und Katharine Tudor (1 von 5) zu viel daneben, um am Ende diese Begegnung gewinnen zu können. Erfreulich indes, dass die Göttingerinnen einen unglaublichen Kampfgeist gegen die physisch überlegenen Gäste entwickelten, der aber nicht belohnt wurde.

Herne legte gleich in der Anfangsphase ein 8:1 vor, doch zu Anfang des zweiten Viertels konnten die Veilchen auf 16:18 verkürzen, verloren aber dieses Viertel mit 10:20, weil Hernes Laura Zolper zu viel Freiraum hatte, diesen mit drei erfolgreichen Dreiern nutzte und so ihr Team mit einem beruhigenden Vorsprung von 14 Punkten (36:22) in die Halbzeitpause gehen konnte.

Anfang des letzten Viertels waren die Veilchen noch einmal auf neun Punkte herangekommen, nachdem es Mitte des dritten Viertels beim Stande von 26:45 nach einer Pleite aussah, doch am Ende fehlte aufgrund der kleinen Rotation bei den Göttingerinnen die Kraft und Konzentration, zumal sich auch Brabencova aufgrund ihrer vier Fouls zurückhalten musste und Morgan Pullins nach ihrem fünften Foul vorzeitig das Parkett verließ. Hinzu kam, dass Hernes Trainer Marek Piotrowski auf seinen breiten Kader von zwölf Spielerinnen zurückgreifen konnte.

Viertel: 12:16, 10:20 - 16:17, 14:15.

BG 74: M. Oevermann, A. Oevermann, Kretschmar 1, Karambatsa 5, Reichert 15/davon 1 Dreier, Pullins 8, Brabencova 10/1, Bujniak 10, Tudor 3/1.

Erfolgreichste Hernerinnen: Zolper 16/4, Ehizele 12, Polleros 10/1.  (Walter Gleitze/gsd)

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