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BG 74 Göttingen mit Traumstart zum Pflichtsieg - aber auch Halle gewinnt

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Von: Walter Gleitze

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Starke Leistung: Göttingens Marie Reichert (rechts), hier gegen Heidelbergs Jordan Hawkins, war mit 19 Punkten erfolgreichste Werferin ihres Teams.
Starke Leistung: Göttingens Marie Reichert (rechts), hier gegen Heidelbergs Jordan Hawkins, war mit 19 Punkten erfolgreichste Werferin ihres Teams. © Hubert Jelinek/gsd

Dieser Sieg ist eigentlich nur die Hälfte wert! Den Veilchen Ladies gelang gegen den bereits als Absteiger feststehenden USC Heidelberg zwar beim 92:57 (48:16) der höchste Saisonsieg, doch er relativiert sich – leider aus Göttinger Sicht – durch den 78:70-Erfolg von Abstiegskonkurrent SV Halle Lions gegen den USC Freiburg.

Göttingen – Die medical instinct Veilchen BG 74 Göttingen haben damit weiter drei Siege Rückstand auf Halle vor den letzten vier Spielen. Da gerät der Klassenerhalt so gut wie außer Reichweite.

„Warum sollten wir die Hoffnung auf den Klassenerhalt aufgeben?“, fragte nach diesem deutlichen Sieg gegen die Aufsteigerinnen Göttingens Spielmacherin Jennifer Crowder. Denn solange der Ligaerhalt rechnerisch und auch sportlich möglich ist, wird das Team von Trainer Goran Lojo alles daran setzen und sich noch längst nicht aufgegeben haben.

Dieser unbedingte Wille, es doch noch zu schaffen – möglicherweise auch mit Schützenhilfe – war im Spiel gegen Heidelberg deutlich zu spüren. Denn mit einer sensationell starken Defensive gönnten die Gastgeberinnen dem Schlusslicht gerade mal im ersten Viertel zwei mickrige Punkte, gewann dieses überdeutlich mit 23:2 und legte da schon den Grundstein zum späteren Kantersieg. Und auch im zweiten Viertel ließen die Veilchen nicht locker, gingen mit einem 48:16 in die Halbzeitpause.

„Wenn man zu diesem Zeitpunkt schon so deutlich führt, dann geht ein wenig auch die Konzentration verloren, was aber an unserer guten Leistung nichts ändert“, meinte Lojo und begründete so auch nachvollziehbar, dass es sein Team nach dem Wechsel mit der Defensive nicht mehr ganz so genau nahm, ohne jedoch den Sieg in irgendeiner Phase zu gefährden. Vielmehr lief es in der Offensive weiterhin gut, was seine Spielerinnen allein durch insgesamt 15 erfolgreiche Würfe jenseits des Perimeters nachhaltig dokumentieren konnten. Und auch die erst kürzlich verpflichtete Centerin Emese Vida, die bisher in den drei Spielen zuvor enttäuscht hatte, passte sich nun dem guten Niveau ihres Teams an, schaffte immerhin vier Punkte und arbeitete auch unter beiden Körben kräftig mit.

Eine ihrer stärksten Leistungen bot Marie Reichert, die sich dafür mit 19 Punkten belohnte. Erfreulich auch, dass sich die erst 18-jährige Meike Oevermann etwas zutraute. Ihr gelangen zwei Drei-Punkt-Würfe.

Nach den vielen Tiefschlägen in den vergangenen Spielen war für die Veilchen dieses Erfolgserlebnis mit diesem überzeugenden Sieg enorm wichtig, um die letzten vier Spiele noch einmal konzentriert und mit dem nötigen Selbstvertrauen anzugehen.

Viertel-Ergebnisse: 23:2, 25:14 - 19:18, 25:23.

BG 74: M. Oevermann 6/davon 2 Dreier, A. Oevermann, Crowder 16/2, Karambatsa 3, Reichert 19/1, Brabencova 11/2, Bujniak 16/4, Tudor 17/4, Vida 4.

(Walter Gleitze/gsd)

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