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BG 74 heute beim Spitzenreiter: Aussichten immer schlechter

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Gegen den Spitzenreiter wird’s schwer, sich durchzusetzen: Göttingens Marie Reichert (am Ball) im Hinspiel gegen Rheinlands Brianna Rollerson (links) und Rowena Jongeling.
Gegen den Spitzenreiter wird’s schwer, sich durchzusetzen: Göttingens Marie Reichert (am Ball) im Hinspiel gegen Rheinlands Brianna Rollerson (links) und Rowena Jongeling. © Hubert Jelienk/gsd

Die BG 74 Göttingen muss am Mittwoch beim Spitzenreiter Rheinland Lions in Bergisch-Gladbach antreten - unter sehr schwierigen Umständen.

Göttingen – „Das Team wird sich nicht hängen lassen und bis zum letzten Spiel um den Klassenerhalt kämpfen, auch wenn inzwischen viele Tatsachen dagegen sprechen.“ Dieses Zitat von Richard Crowder, Geschäftsführer der Veilchen Ladies, lässt vor dem Auswärts-Nachholspiel in der Basketball-Bundesliga der Damen (DBBL) bei Spitzenreiter Rheinland Lions in Bergisch Gladbach tief blicken.

Der Abstieg in die 2. Liga wird inzwischen bei den medical instinct Veilchen BG 74 Göttingen offen ins Kalkül gezogen.

Nur zu verständlich, denn die Entwicklung in den vergangenen Wochen und Monaten zeigte stetig bergab. Nur fünf Siege in 20 Spielen – sie führen unweigerlich in den Kampf um den Klassenerhalt. Und derzeit hat das Team von Coach Goran Lojo schon vier Punkte Rückstand zum letzten rettenden, den zehnten Tabellenplatz. Wie will man diese Differenz aufholen? Da ist schon fraglich, ob die anvisierten (Pflicht-)Erfolge gegen Wasserburg, Heidelberg und in Düsseldorf ausreichen werden.

So wird es am Mittwoch (20 Uhr) bei den Rheinland Lions, die als Aufsteiger zwei Zähler vor dem Zweiten Freiburg stehen und sich vom Dritten Keltern schon zehn Punkte abgesetzt haben, nur darum gehen, sich einigermaßen achtbar aus der wohl kaum zu lösenden Affäre zu ziehen. Und auch die Vorzeichen im eigenen Team sprechen noch gegen die BG 74. Die Bosnierin Dragana Domuzin (Fußverletzung) fällt aus, die Oevermann-Zwillinge ebenfalls, eine weitere Spielerin ist Corona-positiv getestet worden.

So hoffen Crowder und Lojo, dass zumindest die genesene Krystina Brabencova wieder zurück ist. „Um heute zum Spiel zu fahren, reicht eigentlich ein Klein-PKW“, sagt Crowder voller Sarkasmus.

Hinzu kommt zu allem Übel auch noch die Situation beim heutigen Göttinger Gegner. Wochenlang zogen die Lions fast unbeirrt ihre Kreise an der Spitze, dann gab es Corona-Fälle und – aus BG 74-Sicht – zwei dumme Niederlagen: Ausgerechnet gegen die BG 74-Abstiegskonkurrenten Halle und Wasserburg verloren die Lions ihre Saisonpartien zwei und drei. Als die Lions-Topspielerinnen zurückkehrten, hatte Schlusslicht Heidelberg nicht den Hauch einer Chance.

„Diese Ergebnisse waren für uns natürlich ein Schlag ins Gesicht und zeigen, dass die zweite Corona-Saison mit einem fairen sportlichen Wettbewerb nichts zu tun hat. Dabei wollen wir den Rheinland Lions natürlich keinen Vorwurf machen, aber diese Geschichte passt zu unserer Seuchen-Saison,“ so Crowder.  (haz/gsd-nh)

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