Basketball-Bundesliga Frauen

BG 74-Neuzugang Eleni Kyratzi spielt mit der Doppel-Null

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Powerfrau mit Zug zum Korb: Göttingens Klaudia Grudzien (am Ball) gegen Opladens Marie Gülich. Eine Szene aus dem Spiel im Februar 2013. Schon damals trug sie die 23. 

Göttingen. Kein Zuckerschlecken ist derzeit das Training der Göttinger Bundesliga-Basketballerinnen.

Trainer Giannis Koukos, sein neuer Assistent Matthias Haller und Konditionstrainer Daniel Yiangoullas vom Athleticum Junge verlangen den Spielerinnen der Flippo Baskets BG 74 einiges ab – noch dazu bei den heißen Temperaturen. Um so gelegener kam den vier Neuzugängen eine kleine Pause für ein Gespräch mit der HNA. Das Quartett in der Kurz-Vorstellung:

Theresa Simon (Nr. 6)

Sie wollte jetzt einfach mal etwas anderes! „Neues Umfeld, neuer Coach – da war Göttingen die beste Lösung“, sagt die Wolfenbüttelerin. Außerdem sind es ja nur rund 100 Kilometer bis nach Hause. „Ich bin eben ein Familienmensch.“ In der Unistadt ist Simon nicht allein: Bruder Daniel studiert hier, Freund Philipp steht ihr zur Seite. Später will sie auch studieren, derzeit ist sie bei den Bundesfreiwilligendiensten im Spitzensport beim ASC 46, trainiert auch eine U 14-Landesligamannschaft. Zu ihren Wolfenbütteler Zeiten hat sie der BG 74 in den Duellen immer viele Probleme bereitet: „Gegen Göttingen war es immer etwas Besonderes.“ Künftig spielt sie gegen ihr Heimatteam, das nun unter Eintracht Braunschweig firmiert.

Klaudia Grudzien (Nr. 23)

Ein bekannter Name bei der BG 74. „Eineinhalb Jahre war ich raus“, blickt sie zurück. „Aber jetzt fühlt es sich gut an.“ Auch wenn zweimal Training am Tag zurzeit ganz schön schlauchen. „Wir sind gut besetzt auf allen Positionen, und es ist guter Ersatz da.“ Mit Neuzugang Simon hat „Klaudi“ von 2013 bis 2016 in der 2. Liga beim Wolfpack in Wolfenbüttel zusammengespielt. „Auf die bevorstehenden Turniere freue ich mich jetzt, die sind besser als Training. Die Stimmung bei uns ist gut, alle sind auf einer Wellenlänge.“ Sie tritt wieder mit „ihrer“ Nummer 23 an, wie in ihrem ersten Bundesligajahr.

Cori Coleman (Nr. 15)

Ein „Kind“ des „Big Apple“. Die Amerikanerin stammt aus New York, war vor ihrem Trip nach Europa an der Cleveland State University, graduierte 2015. Danach entschied sie sich für Basketball in Übersee: zuerst in Finnland, dann in Marokko und zuletzt in Luxemburg. Zuhause in den USA brachte ihr Bruder Aron (30) Basketball nahe. Zu Weihnachten will er seine kleine Schwester in Germany besuchen kommen. Vater Anthony und Mutter Claudette haben dagegen ein bisschen Bammel vorm Fliegen. Wie es sich mit den Baskets-Ladies verhält, vermittelte ihr in Luxemburg übrigens die Ex-BGerin Fee Zimmermann, von der sie sich informieren ließ.

Eleni Kyratzi (Nr. 00)

Die zierliche Griechin stammt aus Ptolemaida, gut 150 Kilometer von Saloniki entfernt. Dort war BG 74-Coach Koukos auch ihr erster Trainer – da schließt sich wohl ein Kreis. Kyratzi hat noch zwei Brüder, ihre Eltern wollen im Oktober zu Besuch nach Göttingen kommen. Sie erhofft sich großen Team-Zusammenhalt, und dass gemeinsame Ziele verwirklicht werden. In der kommenden Saison wird sie mit der ungewöhnlichen Nummer „00“ auflaufen – das gab es bei den BG-Frauen noch nie. (haz-gsd/nh)

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