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BG-Chef deutet Verstärkung an: Spielraum für einen Neuzugang

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Von: Helmut Anschütz

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Abklatschen mit den BG-Fans: Der norwegische Nationalspieler Harald Frey (links) war nach dem TV-Interview der umjubelte Held der Veilchen in Braunschweig. Mit 26 Punkten stellte er seine Bestleistung ein.
Abklatschen mit den BG-Fans: Der norwegische Nationalspieler Harald Frey (links) war nach dem TV-Interview der umjubelte Held der Veilchen in Braunschweig. Mit 26 Punkten stellte er seine Bestleistung ein. © Helmut Anschütz/gsd

Als alle anderen Spieler schon fast in der Kabine verschwunden waren, genoss er nach dem MagentaSport-Interview noch das Bad in der Menge.

Braunschweig/Göttingen – Harald Frey kam noch als letzter BGer in die Ecke, wo die Veilchen-Fans ihn begeistert feierten. Abklatschen, Händeschütteln, Selfies – das ganze Programm für den Helden des Spiels. Starke 26 Zähler hatte der Norweger zum 78:

64 bei den Löwen Braunschweig beigesteuert, womit er seine Saisonbestmarke einstellte. „Wir haben eine großartige Gruppe von Jungs und ich will einfach nur Spaß haben“, lächelte der Blondschopf, wie man ihn inzwischen schon kennt, so herrlich offen in die Kamera.

„Bei uns machen immer verschiedene Jungs einen Schritt nach vorn – heute war ich es“, behauptete Frey – zu Recht! Zuletzt dominierten bei der BG die großen Spieler-Positionen mit Harper Kamp und Rayshaun Hammonds. Da Kapitän Kamp in Braunschweig erkrankt fehlte und Hammonds früh foulbelastet war, musste Coach Moors umstellen und zeitweise ganz ohne Center spielen. „Small Ball“ war bei den Göttingern angesagt. Flinke, flotte Göttingen-Guards, das schmeckte den Löwen, die ihr siebtes Heimspiel in Folge verloren, gar nicht.

Wie geht’s nun weiter bei der BG? Erneut mit drei „machbaren“ Spielen. Am Donnerstag das Rückspiel in Bayreuth, am 4. Januar gegen den MBC das letzte Spiel in der S-Arena für fast drei Monate und dann am 8. Januar bei den wieder aufstrebenden Frankfurtern. „Vergangene Saison sind wir an den ,machbaren‘ Gegnern gescheitert“, warnte BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen schon während des Bayreuth-Heimspiels im TV-Interview. Für den Playoff-Einzug müsse es bei der BG „optimal laufen“. Sie bleiben das Veilchen-Ziel.

Dann wurde es noch interessanter: Meinertshagen ließ durchblicken, dass man durchaus noch einen Spieler verpflichten möchte. „Grundsätzlich ist das etatmäßig vorgesehen. Im Teambudget ist noch Spielraum für einen Neuzugang“, so der BG-Chef.

Dazu muss man den Kontext kennen: . Erstens: Nach dem schnellen, vorzeitigen Abgang von Taze Moore vor Saisonbeginn wurde der junge Finne Max Besselink für relativ kleines Geld geholt. Das erklärt den vorhandenen „Spielraum“. . Zweitens: Nach den beiden Lokhallen-Heimspielen (Heidelberg/9.2., Crailsheim/11.2) und der Partie in Chemnitz (15. Februar) hat die BG wegen der Bomben-Beseitigung in fünfeinhalb Wochen nur ein Spiel in Heidelberg (10. März) und sieben Wochen kein Heimspiel. Meinertshagen: „Das ist eine große Herausforderung. Danach spielen wir dann ständig.“ Damit meint er das Hammer-Programm vom 25. März (beim MBC) bis zum 30. April (gegen München) mit elf Spielen (inklusive der immer noch nicht terminierten Heimpartie gegen Chemnitz). „Mal sehen, wie wir das kräftemäßig bewältigen“, sagt Meinertshagen.

So wäre die freie Zeit, in der BG auch eine längere Trainingspause einlegt, wie Coach Moors bereits andeutete, die ideale Zeit, um einen ergänzenden und besser noch verstärkenden Spieler ins Team zu integrieren. Damit den Veilchen im April im Playoff-Kampf nicht die Puste ausgeht. . 

Braunschweig verpflichtete am Dienstag Spielmacher Divine Myles (26, 1,80 m).  (Helmut Anschütz/gsd)

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