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BG-Chef fürchtet erneut Verluste

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So könnte es bald wieder aussehen: Das BG-Maskottchen Zuffi als Geist zwischen Pappzuschauern.
So könnte es bald wieder aussehen: Das BG-Maskottchen Zuffi als Geist zwischen Pappzuschauern. © Hubert Jelinek/gsd

Die Pandemie-Problematik hat auch die BG Göttingen weiter fest im Griff. Die Veilchen sind in verschiedensten Aspekten gefordert, im Klub selbst und auch drumherum.

Göttingen – Am Samstag spielt die BG in Heidelberg beim starken Neuling MLP Academics. Im „SNP-dome“ können Zuschauer nur unter 2G+-Bedingungen dabei sein. Das erschwert die Chance der wenigen Veilchen-Fans, die die Tour an den Neckar in Angriff nehmen wollen, noch mehr. Sie müssen sich in den 24 Stunden vor dem Tipoff Samstag um 18 Uhr testen lassen.

BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen dürfte noch viel schwerwiegendere Sorgen haben. Muss künftig nach dem Highlight mit 3313 Fans gegen Bayern München wieder ohne Zuschauer gespielt werden? Meinertshagen konnte diese Frage noch nicht beantworten, wartete auf eine neue niedersächsische Landesverordnung, die es am Mittwoch geben sollte. „Das kann passieren“, meinte er lapidar. Der Veilchen-Chef fürchtet erneut wie in der vergangenen Saison erhebliche Ausfälle bei Ticket- und Sponsoreneinnahmen.

Dazu kommt noch, dass zum Jahresende die „Corona-Hilfe Profisport“ auslaufen wird, mit der zumindest annähernd Etat-Lücken mit Bundesmitteln kompensiert werden konnten. Bislang hat die BG Göttingen rund 800 000 Euro aus diesem Topf erhalten. Ob es eine Fortsetzung gibt, ist noch völlig offen, zumal es derzeit wegen der Übergangsphase der Bundesregierungen keine Beratungen im Haushaltsausschuss gebe, so Meinertshagen. Und er blickt schon mal in die Glaskugel: „Wenn wir wieder keine Zuschauer mehr haben dürfen, und es passiert da nichts, wird’s schwierig.“

Nicht gerade einfach wird es auch sportlich. Nachdem sich die Veilchen von James Dickey und Zack Bryant getrennt haben, hat Trainer Roel Moors derzeit nur zehn Profis zur Verfügung. Darunter ist mit Marios Giotis nur ein Trainingsspieler, der in der Bundesliga bisher nur drei Kurzeinsätze (Schnitt 2:02 Minuten) hatte.

„Auf den großen Positionen fehlt uns definitiv jemand“, sagt Meinertshagen vor dem Spiel in Heidelberg nach dem Abgang von Dickey. Dafür hoffen bei der BG nun alle, dass Haris Hujic wieder eingesetzt werden kann. Auch der „Zweitliga-Spieler des Jahres“ der vergangenen Saison aus Leverkusen spielte bisher verletzungsbedingt nur drei Mal für die BG.

.  Der Mitteldeutsche BC aus Weißenfels wird mit einem neuen Spieler zum nächsten Heimspiel der BG am 11. Dezember kommen. Der ehemalige im belgischen Brüssel geborene deutsche Junioren-Nationalspieler Kostja Mushidi (23, früher Braunschweig) schloss sich dem MBC an, ist schon Samstag gegen München für seinen neuen Klub spielberechtigt.  (haz/gsd-nh)

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