Basketball-Bundesliga

BG-Chef Meinertshagen: „Es ist das kleinere Verlustgeschäft“

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Im TV-Interview: BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen im Gespräch mit Kommentator Holger Sauer. 

Frank Meinertshagen ist derzeit ein gefragter Interview-Partner nicht nur bei den regionalen Medien, sondern auch überregegional. So nahm er jetzt am MagentaSport-Podcast „Abteilung Basketball“ mit den Gastgebern Michael Körner und Alexander Dechant teil, weitere Gäste waren Kai Zimmermann (Geschäftsführer BIG-Basketball) und Basketball-Kommentator Holger Sauer.

TV-Kommentator Michael Körner begann den Podcast bedeutungsschwanger mit einem Shakespeare-Zitat „Sein oder nicht sein“ aus Hamlet. Weniger lyrisch, mehr faktenorientiert ist der Talk der Diskutanten.

Frank Meinertshagen schildert viele Eindrücke in der aktuellen Diskussion um die Fortsetzung einer Spielserie, gibt einen repräsentativen Eindruck, wieso sich ein Klub wie Göttingen entschieden hat, weiterzuspielen – und zu welchem Preis! Auszüge aus dem Gespräch.

Für Sie, der mit der BG Göttingen an der möglichen Finalserie als einer von 10 Klubs teilnimmt, gilt in den möglichen „Festival-Play-Offs“...

„Wenn wir das machen, dann muss auch jeder mit dem möglichst besten Team antreten! Die grundsätzliche Entscheidung, in welche Richtung das geht, dass die Teams weiterspielen, die auch wollen, das war eigentlich zumindest gefühlt relativ schnell klar. So in der ersten halben Stunde oder ersten Stunde. … Ich finde nicht, dass sich die Reichen durchgesetzt haben. Erst einmal war es ja ein einstimmiger Beschluss, es gab ein paar wenige Enthaltungen, aber der Rest hat zugestimmt ... Insgesamt ist das ja eine ganz gute Mischung!“

Gab es qualitative Grundrahmen oder Voraussetzungen, etwa mit welcher Mannschaft gespielt werden muss?

„Es ist klar und das wurde auch thematisiert, dass, wenn wir das machen, dann muss auch wirklich jeder versuchen, mit dem möglichst besten Team anzutreten! Ich gehe auch davon aus, dass dies das Ziel aller ist. Unser Ziel zumindest ist es!“

Ungeachtet der ausstehenden politischen Entscheidung, ob wirklich gespielt werden darf, gehe es darum, die Spieler so schnell wie möglich zurückzuholen.

„Wenn sie denn auch wirklich wollen. So genau wissen wir das noch nicht! … Mit den ganzen ausländischen Spielern haben wir die Verträge aufgehoben aber mit der Option, diese wieder zu aktivieren quasi, wenn wir denn weiterspielen. Aber auch das setzt voraus, dass die Spieler das wollen. Wir können keinen einzigen unserer Spieler zwingen!“

Wieso will Göttingen in der möglichen Spielserie ohne Publikum mitmachen, während andere Klubs diese Wettbewerbsvariante ausgeschlossen hatten?

„Wir haben das natürlich für uns durchgerechnet, und bei uns ist es definitiv so, dass es immer noch besser ist zu spielen. Es immer noch nicht toll und gut und super. Unterm Strich wird das auch ein Verlustgeschäft bleiben höchstwahrscheinlich, aber es ist das kleinere Verlustgeschäft für uns! ... Mal abgesehen davon, dass uns das Image-technisch unheimlich hilft. Und ich hätte mir nicht vorstellen wollen, dass andere spielen und wir nicht. Und ich gehe zu unseren Sponsoren und bespreche mit denen, dass sie doch mal bitte auf ihre Forderungen verzichten wollen, dass wir trotzdem gerne das Geld hätten, obwohl wir bestimmte Leistungen nicht erbracht hätten.“

Könnten die Klubs, die noch spielen wollen, Spieler abwerben bei den Vereinen, die an der Spielserie nicht mehr teilnehmen wollen?

„Rein rechtlich, unabhängig von Absprachen untereinander, würde das gehen! Wenn ein Spieler keinen Vertrag mehr hat und wir können noch nachverpflichten, dann könnten wir das machen. Das alles wird ja gerade in der Arbeitsgruppe abgestimmt. Es darf natürlich nicht dazu kommen, dass wir jetzt mit dem kompletten Team von Würzburg spielen. Es darf aber auch nicht dazu kommen, das wir nur noch mit Spielern aus der NBBL spielen können.“

.  Der gesamte MagentaSport-Podcast ist abrufbar via Apple und Google Podcasts, allen gängigen Podcast-Apps und soundcloud.com/abteilungbasketball  gsd

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