Basketball-Bundesliga

BG-Chef Meinertshagen nach dem Finalturnier: „Der Gewinner ist unser Team“

+
Das war am 6. Juni: Bennet Hundt (links) im ersten Turnierspiel gegen Crailsheims DeWayne Russell. Der BG-Spielmacher erzielte dabei 30 Punkte. 

Die Bilanz für die BG Göttingen beim Final-Turnier der Basketball-Bundesliga um die deutsche Meisterschaft fällt zweifellos positiv aus. Das erste Gruppenspiel zur Eröffnung im Audi Dome in München vor gut zwei Wochen gegen die Crailsheim Merlins, die immerhin bei Abbruch der Saison vor der Coronakrise den dritten Tabellenplatz einnahmen, hat das Team von Johan Roijakkers mit 89:78 gewonnen und sich damit für das Viertelfinale qualifiziert – das war das vorher ausgegebene Ziel.

Die weiteren Gruppenspiele wurden allesamt verloren – 62:80 gegen die Baskets Oldenburg, 55:90 gegen Bayern München, 66:89 gegen ratiopharm Ulm. Das erste Viertelfinalspiel gegen Alba Berlin hätte im Desaster enden können, wenn die Göttinger da nicht noch im letzten Viertel, das gar mit 28:12 gewonnen wurde, den zeitweiligen 46-Punkte-Vorsprung der Albatrosse auf 25 haben minimieren können. Und im zweiten Viertelfinal-Match war bei der knappen 85:88-Niederlage gegen die Bundeshauptstädter gar noch ein Sieg zum Abschluss dieses einmaligen Turniers, das der Corona-Pandemie geschuldet war, möglich gewesen. Dennoch konnte der BG-Tross erhobenen Hauptes am vergangenen Sonntag die Heimreise nach Göttingen mit dem Gefühl antreten, einen der Topfavoriten dann doch noch ein wenig geärgert und ihn an den Rand einer Niederlage gebracht zu haben.

Immerhin musste Roijakkers auf drei wichtige Spieler verzichten, die nicht gleichwertig ersetzt werden konnten. Kyan Anderson flog zurück in die USA, Dylan Osetkowski wechselte zu ratiopharm Ulm, Adam Waleskowski blieb in Göttingen. Kevin Bryant (inzwischen schon zu Zweitligist Schwenningen gewechselt) und Elias Lasisi (verletzt) waren keine Option für München. Alex Ruoff kam zwar wie angekündigt aus den USA zurück, fehlte aber gegen Oldenburg und München wegen Rückenproblemen und war danach auch nicht mehr „der alte Alex“. Die Holland-Importe Jito Kok und Leon Williams waren die einfachste Nachverpflichtungs-Möglichkeit, sind aber keine Zukunfts-Option, da sie Verträge in Belgien und Holland haben. Mihajlo Andric (Serbien), Ruoff und Terry Allen (beide USA) fliegen demnächst in ihre Heimat.

Der einzige, der noch einen weiterlaufenden Vertrag hat, ist Top-Athlet Marvin Omuvwie. Wie immer geht es nun zuerst darum, ob die weiteren Deutschen bleiben: Dominic Lockhart, Bennet Hundt, Dennis Kramer und Mathis Mönninghoff. Vor allem Spielmacher Hundt rückte beim Turnier in den Fokus.

„Es war gut und richtig, dass wir uns beim Turnier gezeigt haben“, nahm BG-Chef Frank Meinertshagen die von Coach Roijakkers vorm Turnier geäußerte Vorlage auf. „Wir haben ein Signal gegeben, dass es uns gibt. Sportlich war es besser als vorher befürchtet. Wir schließen die Saison als Siebter ab. Der Gewinner ist unser Team.“

Am Montag saß Meinertshagen, der am Sonntag 52 Jahre alt wurde, mit Roijakkers zusammen: „Es ging um die Gestaltung zukünftiger Verträge bei Spielen ohne Fans, mit Fans, teilweise Fans. All’ das hat Auswirkungen auf unsere Einnahmen, muss in Verträgen berücksichtigt werden. Viele Dinge sind offen und ungewiss.“

Eine Team-Verabschiedung für Fans und Sponsoren gibt es diesmal nicht. gsd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.