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BG-Chef Meinertshagen: „Pokal ist einfach geil!“ - Viertelfinale gegen Alba Berlin“

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Von: Helmut Anschütz

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Er war mal wieder so frei: Harald Frey (rechts) schenkte Robin Christens Ulmern 19 Punkte ein und führte die Veilchen zum Achtelfinal-Sieg im BBL-Pokal.
Er war mal wieder so frei: Harald Frey (rechts) schenkte Robin Christens Ulmern 19 Punkte ein und führte die Veilchen zum Achtelfinal-Sieg im BBL-Pokal. © A,T. da Silva/gsd

Update (21.10 Uhr) Große Zufriedenheit, aber auch einige Selbstkritik bei Basketball-Bundesligist BG Göttingen nach dem Einzug ins Viertelfinale des BBL-Pokals, das am 3./4. Dezember ausgetragen wird. Dabei trifft die BG auf Alba Berlin - ein Hammer-Los! Kanu-Olympiasieger Max Lempke zog die Veilchen als allererstes Los. Die weiteren Spiele: München - Bayreuth, Oldenburg - Heidelberg, Crailsheim - Ludwigsburg.

Göttingen – Das 86:82 gegen Ulm war am Ende ein hauchdünnes Ding, das vor allem der erneut herausragende BG-Norweger Harald Frey noch umgebogen hatte: Von den letzten 14 Punkten hat der Veilchen-Spielmacher allein elf erzielt.

In der Crunchtime bewies Frey einmal mehr Nerven wie Drahtseile.

Auch Neuzugang Till Pape fiel hinterher eine Zentnerlast von den Schultern: „Wir haben nicht gut gespielt. Wir haben die ersten 35 Minuten nicht die Sachen gemacht, die wir uns vorgenommen haben. Wie genau wir das gewonnen haben, weiß ich am Ende auch nicht. Wir waren einfach konzentrierter. Wir freuen uns einfach, dass wir eine Runde weiter sind“, sagte er gegenüber MagentaSport und der HNA.

Der Ex-Ulmer hatte mit 17 Punkten die drittmeisten Zähler beigesteuert. Von den zehn Ulmer Fans wurde er (im ersten Viertel) sogar gefeiert: „Till Pape ist ein Ulmer.“ Und Siege gegen seinen Ex-Klub sind für den Neu-BGer eben etwas Besonderes.

Auch BG-Boss Frank Meinertshagen konnte seine Freude nicht verhehlen: „Der Pokal ist einfach ein geiler Wettbewerb!“ Der BG-Geschäftsführer in ihm hatte aber natürlich auch andere Aspekte im Hinterkopf: Das BBL-Pokal-Viertelfinale ist nicht nur sportlich attraktiv, sondern eben auch finanziell. Mit einem weiteren Heimspiel (die Auslosung war Montagabend nach Redaktionsschluss) käme noch etwas Geld in die reduzierte BG-Kasse. Und bei etwas Losglück könnte man auch im Falle eines weiteren Sieges vom „Final Four“ am 18./19. Februar 2023 träumen, das im vergangenen Wettbewerb überraschend Nachbar Braunschweig erreicht hatte.

Auch Meinertshagen blieb aber gegen Ulm nicht verborgen, dass es „zu viele einfache Fehler“ gegeben habe. Gewohnt kritisch arbeitete Coach Moors den Crunchtime-Sieg auf: „Wir haben am Ende den Ulmer Rhythmus gebrochen. In der Halbzeit war ich ein bisschen laut in der Kabine. Wir können nicht immer ein Spiel drehen.“

Immerhin 7:59 Minuten stand BG-Neuzugang Max Besselink auf dem Parkett. Der 20-jährige Finne ergänzt mit dem Norweger Frey jetzt die „Skandinavien-Fraktion“ bei der BG. Moors: „Max hat noch keine Erfahrung, er braucht Zeit. Seine Stärke ist sein Wurf.“

Seinen Wurf fand zum Ende hin auch Big Man Ray- shaun Hammonds, der wie Javon Bess erst wenig sichtbar war – in der zweiten Halbzeit aber 13 seiner 18 Punkte erzielte. Gute Steigerung!

Mit drei Siegen (zwei davon in der Bundesliga) haben die Veilchen einen unerwartet guten Start in die neue Saison hingelegt. Und am nächsten Sonntag kommt Aufsteiger Rostock – da sollten doch mehr als 2003 Zuschauer dabei sein... (Helmut Anschütz/gsd)

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