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BG-Chef Meinertshagen zur Fan-Begrenzung: Reine Willkür, demotivierend!

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Von: Helmut Anschütz

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Schlange stehen: Das war bei der BG Göttingen letztmals beim Heimspiel gegen München der Fall. 3313 Fans sahen das Match gegen den FC Bayern in der S-Arena.
Schlange stehen: Das war bei der BG Göttingen letztmals beim Heimspiel gegen München der Fall. 3313 Fans sahen das Match gegen den FC Bayern in der S-Arena. © Hubert Jelinek/gsd

Das Heimspiel am vergangenen Samstag gegen Heidelberg wegen fünf Coronafällen abgesagt, das für diesen Samstag angesetzte Auswärtsspiel in Crailsheim ebenso – und wenn Basketball-Bundesligist BG Göttingen hoffentlich bald wieder spielen kann, sind dann wieder Fans erlaubt? Ungewiss!

BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen hoffte zunächst, „dass dann wieder mehr Zuschauer als jetzt 500 erlaubt sind“. Noch fährt Niedersachsen den harten Kurs, hat bis zum 23. Februar die „Winterruhe“ verlängert (siehe Bericht unten). Meinertshagens Hoffnung gründete darauf, dass die Politiker am 9. Februar eventuell neue, andere Beschlüsse fassen.

Am Donnerstagnachmittag fand BG-Chef Meinertshagen dann deutliche Worte: „Hauptziel der Politiker war doch, endlich eine einheitliche Regelung zu schaffen. Jetzt kann ich die Zuschauer-Beschränkungen nicht mehr nachvollziehen. Ich verstehe nicht, auf welcher Grundlage die Beschränkung fußt. Keine Ahnung, warum bei uns nur 500 Fans erlaubt sind. Das kommt mir vor wie reine Willkür und ist für alle Mitarbeiter vollkommen demotivierend. Seit zwei Jahren fehlt eine Perspektive – ein hartes Brot!“

Und wie sieht es im Team aus? „Die verbliebenen Spieler sind fit und gesund und trainieren“, sagte Meinertshagen. Das betroffene Quintett fehlte also noch. Am Donnerstag konnte es sich freitesten, doch der Veilchen-Chef war zurückhaltend: „Ich bin skeptisch. Kann sein, dass es noch nicht vorbei ist.“ Entsprechend später würde die „Corona-Five“ zurückkehren. Das Ergebnis eines weiteren PCR-Tests gestern war dann: Nur einer der Fünf darf aus der Quarantäne raus, der Rest wird Freitag erneut getestet.

Bitter ist die Zwangspause nicht zuletzt für den gerade verpflichteten Harald Frey. Gerade angekommen in Göttingen – und dann sofort eine Spiel-Zwangspause. Und da nicht alle Stammspieler beim Training sind, wird es mit der Integration ins Spielsystem von Coach Roel Moors nicht einfacher. Neue Termine für die beiden ausgefallenen Partien gibt es noch nicht. „Die werden wohl dann an Wochentagen neu angesetzt und reingequetscht“, vermutet Meinertshagen.

Überhaupt ist der Spiel-Rhythmus jetzt erst einmal weg. Zwei Spiele abgesetzt, dann nach der Corona-Pause das Heimspiel gegen die starken Ulmer (12. Februar, 18 Uhr), auf das das Auswärtsmatch bei Ex-Coach John Patricks starken Ludwigsburgern am Mittwoch (16. Februar) folgt. Und dann erneut wieder die nächste Pause wegen des BBL-Pokal-Wochenendes und (19./20. Februar) und des Länderspiel-Fensters (26./27. Februar). Dann geht’s erst weiter am 6. März mit dem Heimspiel gegen die starken Niners aus Chemnitz.  (haz/gsd)

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