Basketball-Bundesliga: Göttingen morgen in Hagen

An den BG-Chefs wächst die Kritik

Michael Meeks

Göttingen. Es wird immer schwieriger. Nach der sechsten Heimpleite beim 65:78 gegen Frankfurt verschlechterte sich das „Klima“ rund um die BG Göttingen erneut.

Niemand und nichts beim Bundesliga-Letzten kann sich derzeit von teilweise herber Kritik gerade auch in den sozialen Netzwerken und im Forum der eigenen BG-Homepage davon freimachen. Und morgen (19.30 Uhr) steht schon wieder das nächste „Schicksalsspiel“ bei Phoenix Hagen zum Jahresende bevor. Dass die Veilchen bislang alle vier Spiele gegen die Westfalen gewannen, ist nach den Einbrüchen bei den vergangenen Spielen nur noch Schall und Rauch. Auch gegen Gießen gab´s vor der ersten Schlappe acht Siege...

Auch der neue Chefcoach Michael Meeks rückte zum Beispiel beim früheren ASC-Meistercoach Terry Schofield, der gegen Frankfurt nach Jahren mal wieder ein BG-Spiel sah, in die Kritik. „Warum spielt die BG nicht so schnell weiter wie im ersten Viertel“, fragte der Ex-Nationalcoach schon zur Halbzeit. Da lagen die Göttinger 31:34 hinten, nachdem sie nach zehn Power-Minuten 24:16 geführt hatten. Später verschleppten sie das Tempo - und spielten Frankfurt damit in die Karten.

Unverständlich für viele Außenstehende auch, warum Jerel Allen nach seinem guten Start (drei Dreier) danach nur noch „zweite Geige“ war. Dafür bekam Philip Noch (zu?) viel Spielzeit, wurde an der Dreierlinie schön freigespielt - versemmelte aber drei von insgesamt vier Versuchen in Folge.

Zudem merkte ein Alt-BGer kritisch an, dass Kyle Bailey zu viel Spielzeit erhielt und nach der Pause als Shooting Guard auf der Position 2 „völlig korbungefährlich“ gewesen sei. Matt Bauscher mühte sich dagegen auf „1“ als Point Guard ab, wäre aber als Distanzschütze auf der „2“ vielleicht besser aufgehoben gewesen. So kam auch nicht nur aus dem Umfeld Unmut auf: „Zumindest teilweise ist das Spiel vercoacht worden.“ Des Weiteren wird auch das Management um Geschäftsführer Marc Franz von Fans der Unfähigkeit geziehen.

Coach Meeks legt indes weiter die schützende Hand über das Team. Die gravierenden Schwächen überdeckt dies freilich auch nicht. (haz/gsd) Foto: nh

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