Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen 107:95 - erst Feuerwerk, dann Zitter-Sieg

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Stärkster Auftritt seit langem: Dominic Lockhart (rechts) steuerte 19 Punkte zum Sieg gegen den MBC bei. Hier versucht er, den weißenfelser Tremmelll Darden auszuspielen. 

Die BG Göttingen ist in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Nach der Heimpleite gegen Ulm knüpften die Veilchen mit dem 107:95 (62:45) vor 3447 Zuschauern in der wieder ausverkauften S-Arena an die vorherigen fünf siegreichen Partien in der Basketball-Bundesliga an.

Die große Frage vorm Tip-off: Wie hat die BG die Heimniederlage gegen Ulm nach zuvor fünf Siegen verarbeitet?

BG-Coach Roijakkers musste auf Marvin Omuvwie verzichten, der gegen die Ulmer umgeknickt war. Dafür stand wieder Kevin Bryant im Kader, der durch Andrew Warrens Dreier in Rückstand geriet. Doch davon ließ sich die BG zunächst nicht beirren. Lockhart netzte den ersten BG-Dreier ein, danach trafen Kyan Anderson, Alex Ruoff und nochmal Anderson von jenseits des Perimeters zur 14:5-Führung. Auszeit MBC. Brachte wenig bis nichts.

Die Veilchen setzten ihre Dreier-Show weiter fort. Nach knapp sechs Minuten hatten Lockhart und Anderson schon den siebten(!) Dreier eingenetzt. Zweite Auszeit MBC vom aus Göttingen stammenden Trainer Björn Harmsen, dessen Mannschaft mit einem 8:0-Lauf konterte., weil die BG drei Minuten ohne Korb blieb. 30:20 nach den ersten zehn Minuten.

Und auch im zweiten Durchgang ging das Veilchen-Feuerwerk weiter. Erstmal sechs Zähler von 2,09n-Center Dennis Kramer, dann waren die Dreier-Experten wieder am Schlag: Nach nur 15 Minuten schlug schon der zehnte Dreier beim MBC ein. Dann wurden die Göttinger leicht nachlässig, wollten bei einigen Angriffen zuviel, was die Weißenfelser nutzten. Zur Halbzeit war es aber immer noch ein 17 Punkte-Vorsprung. Sensationell war die Dreierquote der BGer nach 20 Minuten: 71 Prozent (12 von 17), der MBC kam auf auch noch gute 40 Prozent.

Würde die BG dieses Tempo, diese Treffsicherheit auch nach der Pause halten können? Sie konnte! Lockhart warf den Weißenfelsern den 13. Dreier rein, Dylan Osetkowski setzte sich klasse unterm MBC-Korb durch - 69:47 nach gut 23 Minuten. Und die Veilchen wahrten ihren Vorsprung von plus/minus 20 Zählern weiter, obwohl gegen des dritten Abschnitts ein bisschen Schlendrian eingekehrt war. 89:72 nach 30 Minuten, das sah doch gut aus! Wie auch die nur bis dahin sechs Ballverluste.

Ganz wichtig war Lockharts Dreier zum 92:76 kurz nach Beginn des letzten Viertels. Und Anderson legte den 16.(!) zum 95:78 nach. Als die Wölfe auf 83:95 herangekommen waren, nahm Roijakkers sofort seine Auszeit. Mehrfach hatte er sich zuvor über schludriges Abwehrverhalten geärgert.

In den letzten Minuten kam der MBC auf, die BG fand nicht mehr zu ihrem Rhythmus zurück. Doch den großen Vorsprung der Göttinger konnten die Wölfe nicht mehr aufholen.

So machte die BG einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt, hat zudem den direkten Vergleich gegen den MBC gewonnen.

BG: Lockhart (23 Punkte/6 Dreier), Anderson (26/5), Lasisi (2), Ruoff (8/2, 7 Assists), Kramer (14), Andric (11/2), Mönninghoff (3/1), Waleskowski (n.e.), Osetkowski (6, 14 Rebounds), Allen (7/1), Hundt (7), Bryant (n.e.).

MBC: Micovic (10 Punkte/2 Dreier), Brembly (2), Kerusch, Zylka (5/1), Novak (17/2, 8 Assists), Darden (18), Warren (14/3), Dorsey (10, 7 Rebounds), Kajami-Keane (19/2), Okao (n.e.).  haz/gsd

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