Basketball-Bundesliga

BG Göttingen: 1100 Kilometer in 14 Stunden für die Bayern-Packung

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Veilchen-Trio in München: Anna-Lena Wagner (vorn) mit Ho rst Wolf (links) und Frank Meinertshagen am Freitag auf Abstand vorm Audi-Dome in München. 

Um 10 Uhr sind sie am vergangenen Freitag in Göttingen losgefahren, um 15.15 Uhr trafen sie in München am Audi-Dome ein: BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen, der neue Sponsoren-Beschaffer Horst Wolf und Vertriebs-Mitarbeiterin Anna-Lena Wagner statteten „ihren“ Veilchen beim Finalturnier den ersten Besuch ab.

Eine strapaziöse Tour, denn das Göttinger Trio reiste mit dem Auto an – 550 Kilometer hin und nach dem Spiel 550 Kilometer zurück. Stress pur, und das für eine herbe 55:90-Packung am vergangenen Freitag gegen Meister Bayern München.

In der ersten Viertelpause hatte Meinertshagen, der in Hannover wohnt und daher noch eine gute Stunde mehr Fahrtzeit hatte, einen Interview-Termin. „Als Basketball-Nerd freue ich mich natürlich, dass gespielt wird“, meinte Meinertshagen auf die Eingangsfrage von MagentaSport-Moderator Jan Lüdeke.

„Es ist ein Spiel der Läufe“, meinte der Veilchen-Boss zum Verlauf des ersten Abschnitts, als erst die BG eine 10:0-Serie hinlegte und das einzige Mal im Spiel mit 13:12 führte, ehe die Bayern ihrerseits mit einem 10:0-Lauf konterten. „Wir haben den Rückstand in erträglichen Grenzen gehalten.“ Das traf indes nur auf die ersten zehn Minuten zu, dann wurde es „ein schwieriger Tag“, so Coach Roijakkers.

Ich bin froh, dass wir bei dem Turnier dabei sind

BG-Chef Frank Meinertshagen

Und wie waren nun die Eindrücke von Meinertshagen und Wolf? „Im Fernsehen ist er besser als in der Halle“, meint der BG-Boss. „Die Atmosphäre, das ganze Drumherum fehlen einfach. Außerdem hat unsere Mannschaft ja auch nicht gerade das beste Spiel gemacht. Etwas mehr Herz und Leidenschaft hatte ich bei uns schon erhofft.“

Meinertshagen, der sich beim Fahren nach München mit Wolf am Steuer abwechselte, weiter: „Insgesamt hat es Spaß gemacht. Es war eine gute Entscheidung, und ich bin froh, dass wir bei dem Turnier dabei sind. Die Trennung mit aktivem und passivem Bereich wurde gut eingehalten. Man ist da übervorsichtig gewesen.“

„Das Sicherheitskonzept ist echt gut“, meinte auch Ex-Nationalspieler Wolf (56.), der seit 1. April als Sponsoren-Beschaffer für die BG tätig ist. „Die NBA schaut auf uns, Argentinien und Brasilien auch und andere Länder.“ Wolf habe sich im Audi-Dome gefühlt „wie bei der Kadetten-EM vor 40 Jahren in Griechenland.“ Da holte Wolf, dessen Söhne Enosch und Julius 2. Liga in Jena und Tübingen spielen, die erste Bronze-Medaille für den Deutschen Basketball-Bund. Wolf: „Dass jetzt in München ohne Fans gespielt wird, ist besser als gar nicht.“  haz/gsd

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