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BG Göttingen 64:101 in Braunschweig: Die nächste Enttäuschung

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Von: Helmut Anschütz

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HIergeblieben! BG-Neuzugang Jeremiah Martin (links) fingert mit langem Arm nach dem Ball vor Braunschweigs Center Owen Klassen. 2
HIergeblieben! BG-Neuzugang Jeremiah Martin (links) fingert mit langem Arm nach dem Ball vor Braunschweigs Center Owen Klassen. 2 © Susanne Hübner

Basketball-Bundesligist BG Göttingen rutscht weiter in die Krise! Auch trotz Neuzugang Jeremiah Martin gab es im Niedersachsen-Derby vor nur 1730 Zuschauern die nächste ernüchternde 64:101 (31:55)-Klatsche. So geraten die Playoffs langsam außer Reichweite.

Braunschweig – Rund 100 Fans haben sich mit auf den kurzen Weg in die Volkswagenhalle gemacht. Erstmals dabei war auch Jeremiah Martin. Der am Donnerstag nachverpflichtete dritte neue BGer absolviert alle Vorgaben der BG und der BBL zur Zufriedenheit, muss auch gleich sein erstes Interview bei MagentaSport geben. Sein Vorgänger Kamar Baldwin wurde inzwischen schon außerhalb Göttingens operiert.

Martin steht auch gleich in der Startformation, trat aber erst später in Aktion. Braunschweig übernimmt sofort das Kommando, trifft den ersten Dreier durch Sehnal und den zweiten durch Comebacker Krämer. Harper Kamp markiert die ersten BG-Punkte, doch die Löwen bleiben vor allem von der Dreierlinie bissig: Im ersten Viertel gelingen fünf Stück! Jeremiah Martin trifft zwei Freiwürfe zum 4:11 und zwei weitere zum 8:14. Ansonsten? Ist bei den Veilchen kaum eine Besserung gegenüber den vergangenen Partien zu registrieren. Sie treffen nur einen Dreier durch Harald Frey zum 11:19, es läuft erneut unrund.

Und so geht’s auch weiter im zweiten Abschnitt. Nach dem sechsten Löwen-Dreier durch Zagars zum 30:13 nimmt Coach Roel Moors die nächste Auszeit nach dem Motto: So geht’s einfach nicht weiter! Aber es wird weiter nicht besser. Braunschweig trifft einen Dreier nach dem anderen, nimmt sie den BGern dagegen auf der anderen Seite weg. Zudem kommt die BG nicht mit der aggressiven Defensive der Löwen klar und erhält von Referee-Chefin Anne Panther & Co. auch keine Pfiffe. Auch mit der Physis sind die Löwen den BGern überlegen. So wächst der Rückstand auf mehr als 20 Zähler immer weiter an. Und Moors holt sich zwei Sekunden vor der Pause noch ein Technisches Foul ab. 31:55 zur Halbzeit, nur 21 Prozent Dreier (Braunschweig 63!) – das nächste Debakel.

Zu Beginn von Halbzeit zwei holt sich Kamp sein viertes Foul ab, ein Technisches wegen Meckerns. Passt irgendwie wie auch der weitere Verlauf: Die Löwen selbstbewusst im Vorwärtsgang, bei den Veilchen gehen die Köpfe immer weiter runter. Und bei den überwiegend einseitig gegen die BG pfeifenden Schiris haben die BGer auch kein „standing“: 19 Fouls Löwen, 30 Göttingen. Für die Pleite sind die Unparteiischen aber nicht verantwortlich. Der Rest? Ist eine klare Sache. Die BG richtet nichts mehr aus, Braunschweig feiert einen noch höheren Sieg als Anfang Oktober 2021 im Pokal (97:77).

„Braunschweig war sehr dominant“, sagte Moors. „Der Unterschied in der Intensität war zu groß. Wir haben in keinem Moment eine Reaktion gezeigt. Auch Martin war nicht gut.“  (Helmut Anschütz/gsd)

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