1. Startseite
  2. Sport
  3. BG Göttingen

BG Göttingen am Sonntag bei den Towers: Undankbare Aufgabe in Hamburg

Erstellt:

Kommentare

Göttingens „0“ spielte in Frankfurt fast wie ‘ne eins: Rayshaun Hammonds (hier am Ball gegen denMBCer Martin Breunig) gelang mit 20 Punkten und elf Rebounds sein erstes Double-Double für die BG.
Göttingens „0“ spielte in Frankfurt fast wie ‘ne eins: Rayshaun Hammonds (hier am Ball gegen denMBCer Martin Breunig) gelang mit 20 Punkten und elf Rebounds sein erstes Double-Double für die BG. © Hubert Jelinek/gsd

Göttingen – Sich letzte Originaleindrücke verschaffen für das eigene Spiel bei den Towers. Denn am Sonntag (15 Uhr) muss Moors mit „seiner“ BG Göttingen in der edel.optics.de-Arena in Hamburg-Wilhelmsburg antreten. Eine sehr undankbare Aufgabe.

Noch dazu weil das Heimrecht getauscht wurde: Eigentlich wäre es ein Heimspiel der Veilchen gewesen. Aber die S-Arena steht aus inzwischen leidlich bekannten Gründen nicht zur Verfügung.

Die Towers haben sich gerade ein nicht zu unterschätzendes psychologisches Plus verschafft: Coach Raoul Korner ist weg nach nur drei Siegen in den vergangenen 17 Spielen (BBL und Eurocup) und der letzten Heimpleite gegen Ulm – die dann eine zu viel war. Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby zog die Reißleine, übertrug den Chefcoach-Posten an den bisherigen Co-Trainer Benka Barloschky (35), der die Mannschaft um Topstar Lukas Meisner schon bei den Siegen gegen Oldenburg und Würzburg gecoacht hatte.

Die Hamburger neu motiviert und beseelt für die BBL – in dieser Situation müssen nun die Veilchen dort ran. Nicht gerade leicht – gerade auch nach der unnötigen 75:78-Niederlage in Frankfurt. Dass die BGer um Wiedergutmachung bemüht sein werden, versteht sich von selbst.

Bei der herben 59:87-Klatsche am Mittwoch im Eurocup gegen Podgorica (Montenegro) spielten die Towers ohne die angeschlagenen Jonas Wohlfahrt-Bottermann, Yoeli Childs (nur auf der Bank), Kendale McCullum sowie Seth Hinrichs (Trauerfall). Wer von ihnen am Sonntag wieder dabei sein kann, ist offen. Auffällig waren die Rebound-Schwächen der Hamburger, weil die großen Spieler fehlten. Von Kooperationspartner Rist-Wedel (Pro B) musste unter anderem Michael Kozak einspringen. Getragen wurden die Towers von Meisner (Double-Double mit 17 Punkten und 12 Rebounds) und Marvin Clark, die gegen Podgorica auch die meisten Punkte erzielten.

Klar verspüre ich Druck, aber davon lasse ich mich nicht einschüchtern

Der neue Towers-Chefcoach Benka Barloschky

Bei der BG ist „alles ok“, wie Coach Moors verlauten ließ. Beim Hamburger Spiel gegen Podgorica habe er „nicht viel Neues“ gesehen. Dass die dezimierten Towers so hoch verloren, habe ihn auch nicht überrascht. „Hamburg will schnell und aggressiv spielen. Das hat diese Saison mal geklappt, mal auch nicht“, sagt der BG-Trainer.

Im Vordergrund steht aber, „dass wir unsere eigene Aggressivität wiederfinden.“ Das hatte der Belgier nach der Niederlage in Frankfurt bemängelt, wo er auch Till Pape nur eine Einsatzzeit von gut sieben Minuten gestattete: „Das war eine sportliche Entscheidung“, begründet Moors. Offenbar hatte er Pape ein dummes Foul angekreidet, der daraufhin mit der Bank vorliebnehmen musste.

Erfreulich dagegen der Auftritt von Rayshaun Hammonds: Der kräftige BG-Center steuerte sein erstes Double-Double (20 Punkte, 11 Rebounds) bei – in Frankfurt war die Göttinger Nummer 0 der „go-to-guy“.

Nach der Hamburg-Partie fangen die Unregelmäßigkeiten im BG-Spielplan an. Nach zwei Wochen Pause geht es am 29. Januar zum FC Bayern München.  (haz/gsd)

Auch interessant

Kommentare