Basketball-Bundesliga

BG Göttingen: Anderson sagt fürs Turnier ab, dafür sollen zwei Neue kommen

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Da muss man sich doch nicht verstecken! Alex Ruoff (links) will zurückkommen, Kyan Anderson nicht. 

Die BG Göttingen muss beim für Anfang Juni in München geplanten Basketball-Turnier um den deutschen Titel auf einen weiteren bisherigen Spieler verzichten.

„Kyan Anderson wird nicht zurückkommen“, sagte Trainer Johan Roijakkers am Dienstag. Der vor der Saison-Unterbrechung immer stärker aufspielende Pointguard (BBL-Saisonrekord mit 35 Punkten gegen Frankfurt) ist nach Dylan Osetkowski und Adam Waleskowski der dritte Veilchen-Akteur, der nicht mehr zur Verfügung steht.

Dafür kündigte Coach Roijakkers an, dass möglicherweise gleich zwei Neue kommen sollen. Dies ist möglich, nachdem die BBL den am Turnier in München beteiligten Teams die Möglichkeit eingeräumt hat, zwei Spieler noch nachzuverpflichten, weil zum Beispiel eben mehrere US-Spieler nicht zurückkommen wollen.

„Wir müssen das machen“, sagte der BG-Trainer. „Wir brauchen einen Einser und Fünfer.“ Damit sind ein Spielmacher und ein Center gemeint. Es gibt natürlich schon Überlegungen bei der BG, aber noch keine Ergebnisse, sagt der Coach. Es könne aber sehr schnell gehen mit den Verpflichtungen – ehe Roijakkers noch deutlicher wird: „Es muss sehr schnell gehen!“

Allerdings kommen für den niederländischen Coach wohl keine Spieler aus der Bundesliga infrage. „Das wäre ungeschickt und komisch“, sagt er und kann sich mit diesem Gedanken nicht anfreunden. Somit dürften also Kandidaten wie Scott Eatherton (Braunschweig), dessen Frau vor Kurzem gerade das zweite Baby bekam), oder Derek Willis (Ulm) – beide noch dazu Göttinger Ex-Spieler – kein Thema für die Veilchen sein. Zumal es auch eine finanzielle Frage wäre, obgleich nun Geld für Osetkowski, Waleskowski und jetzt auch Anderson eingespart wird.

Dennoch möchte Roijakkers Spieler holen, „die mein System kenn“, was den Kreis der möglichen Kandidaten schon ein gutes Stück einengen dürfte.

Bis jetzt hat sich nichts daran geändert, dass Alex Ruoff zur BG zurückkommen will. Als Denker und Lenker auf dem Parkett hat der zum dritten Mal für die BG spielende Amerikaner eine absolute Vorbildfunktion.

Wie berichtet hat BG-Gruppengegner Crailsheim bereits zwei Akteure nachverpflichtet: Vom MBC wechselte David Brembly zu den Merlins, aus Hamburg kommt der von Bayern München ausgeliehene Marvin Ogunsipe.

Die BBL hat unterdessen ein 45-seitiges Hygiene-Konzept vorgelegt. Es gibt zwei Projekt-Phasen: Die zehn Teams sollen zunächst drei Wochen zuhause trainieren mit zwei Corona-Tests, die Spieler zuhause wohnen. Phase zwei: Dann erfolgt der Umzug ins Leonardo-Hotel zum zentralen Spielort München, wo alle Beteiligten abgeschottet wohnen.

Dort soll es eine aktive (Spieler, Trainer, Betreuer – insgesamt 22 Personen) und eine passive Gruppe (Medienvertreter usw.) geben, beide voneinander getrennt. Rund um die Spiele wären rund 130 Personen pro Spiel (50 Aktive, 60 Passive, 20 draußen) anwesend. Zwölf Schiedsrichter stehen für die Partien zur Verfügung. Zwei Spiele pro Tag (live bei MagentaSport) sollen stattfinden, wobei jedes Team immer einen vollen Tag Pause bekommen soll. Das gesamte Turnier koste, so BBL-Chef Stefan Holz, rund eine Million Euro. sid/gsd-nh

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