Basketball

BG Göttingen: Auch Lockhart in Bamberg, Ruoff nach Japan

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Auch sie sind weg von der BG: Dominic Lockhart (linkes Foto, am Ball gegen den früheren Bamberger Maurice Stuckey) und Alex Ruoff (rechts Foto, gegen Bayerns Vladimir Lucic) haben neue Arbeitgeber gefunden. 

Bei der BG Göttingen dreht sich das Personal-Karussell schwungvoll weiter. Nachdem Roel Moors (41) als neuer Trainer und damit als Nachfolger des nach Bamberg abgewanderten Johan Roijakkers vorgestellt wurde, folgt dem bisherigen Veilchen-Coach jetzt auch Dominic Lockhart zu den Franken.

Der Nationalspieler sagte beim neunfachen deutschen Meister für zwei Jahre zu. Damit ist Lockhart der zweite bisherige BGer nach Bennet Hundt, den Roijakkers nach Bamberg gelotst hat. Und die BG blutet personell sogar noch mehr aus: Auch Alex Ruoff kommt nicht wieder – er wechselt nach Japan in die 2. Liga.

„Das kommt nicht überraschend“, sagt BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen ganz nüchtern dazu. „Wir hätten Lockhart sowieso nicht halten können. Wir haben ihm ein Angebot gemacht, doch er hat es abgelehnt.“ Das Angebot sei zu reduzierten Konditionen gewesen, da die Göttinger auch wegen Corona weniger Geld zur Verfügung haben werden. Der bisherige Etat von etwa 3,4 Millionen Euro dürfte sich um weit mehr als eine halbe Million nach unten reduzieren.

Dass Roijakkers jetzt schon den zweiten bisherigen BG-Spieler mit nach Bamberg nimmt, sieht auch Meinertshagen zwiespältig. „Das kann man schon so sehen“, antwortet er auf die Frage, dass dies nicht unbedingt ein guter Stil des Ex-Coaches sei. „Aber Lockhart wäre sowieso gegangen“, räumt der Veilchen-Boss ein. Er habe den Zeitpunkt reif für einen Wechsel gesehen nach drei Spielzeiten in Göttingen.

Ruoff (33) wechselt indes nach Japan zu den Nishinomiya Storks in die 2. japanischen Liga. Der Amerikaner, bei der BG lange der Kopf des Teams, beim Finalturnier in München aber durch Rückenprobleme gehandicapt und nicht mehr „der alte Alex“, will in Fernost seine Leidenschaft, Intensität und Erfahrung einbringen.

Nach vorn geht der BG-Blick mit dem neuen Coach Roel Moors, der mit seiner Lebensgefährtin zwei Kinder hat. „Wir haben uns in unserem Trainingszentrum getroffen und waren uns schnell einig“, berichtet Meinertshagen. Bekannt ist Moors der BG noch aus mehreren Testspielen vor den Saisonstarts in den vergangenen Jahren. Am 22. Februar 2019 gewannen die Göttinger das bisher letzte Duell in Antwerpen bei den Telenet Giants 85:58. Als Coach bei den Belgiern auf dem Scouting-Blatt: Roel Moors. Später ging er zu den Bambergern, die aber mit der „Weiterentwicklung“ des einstigen Euroleague-Starters in der vergangenen Saison nicht zufrieden waren (so der offizielle Terminus) und sich nach dem aus ihrer Sicht enttäuschenden Viertelfinal-Aus in München von ihm trennten.

Moors’ neue Bleibe in Göttingen ist schon klar: Der Belgier zieht in die Wohnung seines niederländischen Vorgängers Roijakkers. Auch seinen Dienst-Toyota hat der neue Mann bei der BG an der Seitenlinie schon in Empfang genommen.  haz/gsd

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