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BG Göttingen: Bayreuth-Sieg! Jetzt Derby-Sieg?

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Von: Helmut Anschütz

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Erfolgreichster BG-Werfer mit 25 Punkten: Mark Smith (rechts) gegen Bayreuths Ahmed Hill.
Erfolgreichster BG-Werfer mit 25 Punkten: Mark Smith (rechts) gegen Bayreuths Ahmed Hill. © Hubert Jelinek/gsd

Die Veilchen-Fans blickten schon mal voraus: Am zweiten Weihnachtstag tritt Basketball-Bundesligist BG Göttingen im Niedersachsen-Duell bei den Löwen Braunschweig an.

Göttingen – „Wir woll’n den Derby-Sieg“, intonierten sie stimmkräftig, nachdem gerade eben zuvor der sechste Saisonerfolg mit dem 100:89 (44:35) gegen medi Bayreuth eingefahren war.

Fünf BGer trafen vor diesmal „nur“ 2167 Zuschauern dabei zweistellig.

„Am Ende bin ich zufrieden“, meinte BG-Coach Roel Moors. „Wir haben drei gute Viertel gespielt offensiv wie defensiv. Aber das vierte Viertel ist nicht zu akzeptieren. So dürfen wir das Spiel nicht laufen lassen.“ Was der Belgier meinte: Als die Veilchen fünf Minuten vor Schluss 88:68 vorn lagen, schien der ungefährdete Sieg in trockenen Tüchern.

Doch Nachlässigkeiten auf Göttinger Seite nutzten die Bayreuther, die sich den Unmut der Fans durch ihre aggressive Spielweise zuzogen, fünf Technische Fouls kassierten und deren Litauer Ignas Sargiunas durchweg ausgebuht wurde, nachdem er sich mit Geno Crandall angelegt hatte (17. Minute), um den Rückstand auf acht Zähler (92:84) zu verkürzen. Der BG-Erfolg in Gefahr? Von wegen! Denn die Veilchen hatten ja wieder Mark Smith, der insgesamt 25 Zähler markierte und davon 13 im letzten Viertel – als Krönung sein Dreier zum 100. BG-Punkt.

Nicht unbedingt die sonstige Dreier-Stärke trug gegen die Oberfranken, die auf den letzten Platz abrutschten, zum Erfolg bei, sondern die im Spielbericht als „Points in the Paint“ gekennzeichneten Zähler, also die Punkte im farblich lila abgesetzten Bereich unter dem gegnerischen Korb. 46:26 lautete da das Verhältnis von „Heim“ zu „Gast“. Und auch das Rebound-Duell entschieden die Göttinger endlich mal wieder mit 37:35 für sich, ebenso die Vorlagen (22:11), was das bessere Teamspiel unterstreicht.

Zum „Man of the Match“ wurde trotz der 25 Punkte von Smith diesmal aber zu Recht Geno Crandall gekürt - auch von den BG-Fans, sodass er folglicherweise auch die „Sieges-Humba“ anstimmen musste. Der schnelle, wendige und auch treffsichere Crandall (20 Punkte), zuletzt zwei Mal „MVP“ in England, wird immer mehr zum Aktivposten im BG-Team - neben Center Rayshaun Hammonds (nach 23 Zählern gegen Bamberg nun 19 gegen Bayreuth) und Kapitän Kamp (17 nach 26 gegen Bamberg). „Jeder ist wichtig“, wollte Coach Moors einmal mehr individuelle Highlights nicht gelten lassen. Ganz Trainer-like steht für ihn das Team im Vordergrund.

Im dritten Viertel hat uns Göttingen deutlich den Zahn gezogen

Bayreuth-Trainer Lars Masell

.  Von besinnlichen und ruhigen Weihnachten kann bei den Veilchen keine Rede sein. „Jeden Tag ist ein Mal Training“, meinte Moors schon im Vorfeld der Festtage. Also müssen Kamp & Co. auch Heiligabend und am ersten Feiertag unter die Körbe – sozusagen Training unterm Tannenbaum, um sich fürs Braunschweig-Derby am Montag vorzubereiten.  (Helmut Anschütz/gsd)

Mann des Spiels für die BG-Fans: Göttingens Spielmacher Geno Crandall (rechts), hier gegen Bayreuths Nat Diallo, erzielte nicht nur 20 Punkte, sondern setzte seine Mitspieler mit neun Assists exzellent ein.
Mann des Spiels für die BG-Fans: Göttingens Spielmacher Geno Crandall (rechts), hier gegen Bayreuths Nat Diallo, erzielte nicht nur 20 Punkte, sondern setzte seine Mitspieler mit neun Assists exzellent ein. © Hubert Jelinek/gsd

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