Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen bei Bayern München: Unterschiede in allen Belangen

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In Bedrängnis: Göttingens Mihajlo Andric (am Ball) in der vergangenen Saison gegen Münchens Nemanja Dangubic (links) und Stefan Jovic, die den FC Bayern verlassen haben. Der BG-Serbe sucht derzeit weiter seine Form, vor allem bei den Dreiern. 

Die BG Göttingen trifft am Sonntag in der Basketball-Bundesliga auf den FC Bayern - und geht als klarer Außenseiter ins Rennen. Unterschiede gibt es in allen Bereichen. 

Am Donnerstagabend hatte Johan Roijakkers einen wichtigen Termin. Vor seinem Fernseher. Dienstlich sah sich der Trainer von Basketball-Bundesligist BG Göttingen das EuroLeague-Spiel des FC Bayern München bei Maccabi Tel Aviv an (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet). Letzte Erkenntnisse gewinnen für das Duell der Veilchen am Sonntag (15 Uhr) im Audi-Dome beim Tabellenführer.

Ob die Beobachtung zumindest etwas gebracht hat, wird man am Sonntag um kurz vor 17 Uhr wissen.

Zu klar erscheint der Unterschied zwischen dem in zehn Bundesliga-Partien ungeschlagenen Spitzenreiter und dem Tabellenvierzehnten aus Südniedersachsen. Die bisherige Bilanz zwischen beiden Teams ist aus BG-Sicht bedrückend: Ein Sieg und fünf Niederlagen zuhause gegen die Bayern, genauso ist die Bilanz in München. Jetzt steht das 13. Duell bevor.

BG-Göttingen-Coach: "Die Bayern spielen auf einem anderen Niveau"

„Die Bayern spielen auf einem anderen Niveau als wir“, sagt Roijakkers. „Sie sind breit aufgestellt, sehr sicher in der Offensive und Defensive. Eine Top-Mannschaft. Auch die deutschen Spieler Lo, Barthel, King und Zipser sind richtig gut.“ Wie soll die BG da nur dagegenhalten?

„Wir sind immer der Underdog“, sagt Roijakkers, dessen Team aber in zwei statistischen Kategorien besser als Bayern ist: Bei der Freiwurf-Quote und bei den Vorlagen. Man glaubt’s kaum...

Die hohe Belastung durch die EuroLeague ist den Münchenern zumindest in der BBL nicht anzumerken. Allerdings schieden sie im BBL-Pokal gegen Bonn aus (84:85). Und im internationalen Geschäft hilft ihnen auch der superteure Kader (Gesamtetat laut Experten 20 Millionen Euro) wenig weiter: Drittletzter Platz mit nur 4:7-Siegen, noch hinter EuroLeague-Neuling Alba Berlin.

Trotz Spielpause wurde bei BG Göttingen durchtrainiert

Bei der BG wurde trotz der Spielpause (das Match gegen Frankfurt wurde auf den 2. Januar verlegt) auch ohne Roijakkers, der ein paar Tage weg war, durchtrainiert. Co-Trainer Hylke van der Zweep und Fitmacher/Team-Manager Domenik Theodorou vertraten den Chefcoach. Personelle Ausfälle gibt es nicht, auch Elias Lasisi und Kyan Anderson, die bei der 63:90-Heimpleite gegen Gießen erkrankt spielten, sind wieder fit.

Weil München die weiteste Auswärtstour ist (rund 550 Kilometer), düst die BG nicht mit ihrem Teambus, sondern per ICE Samstag nach Bayern und nach dem Spiel zurück.

Nichts Neues gibt es von Trainingsgast Alex Ruoff. „Er ist ready zum Unterschreiben“, sagt Roijakkers. „Wir sind aber sehr limitiert.“ Finanziell meint der Coach damit. Aus dem Umfeld war indes zu hören, dass es angeblich ein Angebot an Ruoff geben soll. Nur Latrinenparolen? Schaun mer mal. Der Spruch passt ja irgendwie zum Bayern-Spiel.  haz/gsd

Heimspiele gegen die Gießen 46ers sind in den vergangenen Spielzeiten ein Gräuel für die BG Göttingen. Zum vierten Mal in Folge verloren die Veilchen gegen die Mittelhessen zuhause.

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