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BG Göttingen beim Topteam Bonn: Wohin geht der Trend der Veilchen?

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Im Anflug auf den Korb: BG-Neuzugang Geno Crandall (am Ball) hat sich gegen Rostocks Topscorer Derrick Alston (links) durchgesetzt. Harper Kamp (verdeckt) blockt JeQuan Lewis weg.
Im Anflug auf den Korb: BG-Neuzugang Geno Crandall (am Ball) hat sich gegen Rostocks Topscorer Derrick Alston (links) durchgesetzt. Harper Kamp (verdeckt) blockt JeQuan Lewis weg. © A.T. da Silva/GSD

Ist die erste schöne Euphorie, die erste Begeisterung über den guten Start bei der BG Göttingen nach der Heimniederlage in der Basketball-Bundesliga gegen den frechen Aufsteiger Rostock dahin oder können die Veilchen ihre erste gute Tendenz auch im schweren Auswärtsspiel bei den Telekom Baskets Bonn am Samstag (18 Uhr, MagentaSport) bestätigen?

Göttingen – Die Antwort darauf gibt es im Telekom-Dome bei den Rheinländern, die neben Rostock und Alba Berlin als einziges Team in der 1. Liga noch ungeschlagen sind.

Allein dies belegt schon, wie schwierig der Job für die Veilchen in Bonn, das gegen Würzburg, Bamberg und Braunschweig gewann, werden wird. Coach Tuomas Iisalo hat offenbar schon wieder ein Top-Team beisammen und den Abgang von Parker Jackson-Cartwright mit der Verpflichtung von „Zaubermaus“ T.J. Shorts (nur 1,75 m) von den „Zauberern“ aus Crailsheim mehr als kompensiert. 17,7 Punkte pro Spiel, dazu 6,7 Vorlagen – der flinke Aufbauspieler mit dem schnellen ersten Schritt, durch den er kaum aufzuhalten ist, wird auch in Bonn zum Ausnahmespieler.

„Im Moment gibt es keinen Spieler in der Liga, der besser ist als Shorts“, sagt BG-Aufbauspieler Harald Frey vor dem direkten Duell. Allerdings ist Shorts nicht der einzige Offensiv-Garant der Iisalo-Truppe. Center Leon Kratzer, US-Guard Jeremy Morgan (beide je 12,7 Punkte pro Spiel), Forward Sebastian Herrera und der Neuseeländer Finn Delany (beide je 12,0 Punkte pro Spiel) können im Angriff ebenfalls übernehmen.

Bei der BG gab es „einige kleine Verletzungen und Krankheiten, aber ich gehe davon aus, dass in Bonn alle Spieler dabei sein werden“, sagte Coach Moors. Offen ist allerdings immer noch, ob Mathis Mönninghoff am Freitag mit in den Teambus Richtung Rhein steigt. Bei den Veilchen will man nach der Schulterverletzung des Rekordspielers nicht zu früh etwas riskieren.

Die Rostock-Niederlage hat Moors längst abgehakt, auch wenn sie ihn sehr wurmte. Vor allem mit der Defensiv-Leistung war er, wie er deutlich formulierte, nicht einverstanden. Gerade darauf wird es nun bei den Bonnern, die im Schnitt zwei Punkte weniger gegenüber der BG (86:88) erzielen, sehr ankommen. „Sie spielen weiter, wie sie vergangene Saison aufgehört haben“, sagt Moors und meint damit auch die Pointguard-Position mit dem kleinen, schnellen Shorts, der beim Champions League-Sieg der Bonner bei AEK Athen (73:66) 26 Punkte markierte. „Wir müssen aber nicht nur auf ihn achten, sondern insgesamt eine bessere Defensiv-Kontrolle haben.“ So steht der BG eine absolute Herkules-Aufgabe bevor.

Das Duell in Zahlen

. Bonner Bestwerte: Nur 73 Punkte/Schnitt lassen die Baskets für den Gegner zu. Dreier-Quote: 38,3 Prozent; Offensiv-Rebounds: 13,7. . BG-Bestwerte: Meiste BBL-Punkte im Zweier-Bereich (58,5); nur 10,7 Ballverluste – eine bemerkenswerte Bestmarke, gehörten gerade diese „Turnover“ doch in der Vergangenheit zu einem wichtigen Kritikpunkt von Coach Moors.  (haz/gsd-nh)

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