Basketball

BG Göttingen belohnt Comeback der Fans mit 98:63

Der Basketball fliegt endlich wieder vor Fans: Göttingens neuer Center James Dickey beim Tip-off gegen Paderborn Lars Lagerpusch. Vorne Mathis Mönninghoff (17). Links Stephen Brown und Jake Toolson (in lila).
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Der Basketball fliegt endlich wieder vor Fans: Göttingens neuer Center James Dickey beim Tip-off gegen Paderborn Lars Lagerpusch. Vorne Mathis Mönninghoff (17). Links Stephen Brown und Jake Toolson (in lila).

Was war das endlich mal wieder für ein Gefühl beim Top-Basketball! Mit Standing Ovations verabschiedeten 913 Zuschauer die BG Göttingen nach dem 98:63 (40:30)-Sieg im dritten Test gegen Zweitligist Uni Baskets Paderborn.

Göttingen – Ein ziemlich voller Parkplatz, lange Schlangen vor der S-Arena, ein Impf-Testzelt vor dem Eingang, Fans in lila Trikots – nach 18 Monaten war wieder Basketball-Feeling vor und in der S-Arena. Endlich! Viel zu lange hat man darauf warten müssen.

In der Pause zwischen dem ersten und zweiten Viertel gab’s die Zuschauerzahl: 913 Fans (bei 1000 erlaubten) wollten sich den ersten Auftritt einer BG-Mannschaft nach 540 Tagen Live-Abstinenz nicht entgehen lassen. Rhythmisches Klatschen von Anfang an, die verbale Unterstützung hielt sich dagegen noch in Grenzen. Nur zaghafte „Göttingen, Göttingen“-Anfeuerung. Dafür die bekannten Trommelklänge. Neu war dagegen die Stimme am Mikro, weil Nils Leunig nicht da war.

Den ersten Beifall heimste James Dickey ein, der die BG mit einem Reverse-Dunk (Rückwärts-Dunk) in Führung brachte. Jake Toolson scorte den ersten Göttinger Dreier, doch nach fünf Minuten ging’s schon wieder andersherum. 7:11, da wurde es ruhiger in der Halle, in der alle versetzt auf Abstand saßen.

Auf dem Spielfeld blieb der Abstand gering. Durch einen Dreier von Jeff Roberson lag die BG wieder 16:14 vorn, Gleichstand aber nach zehn Minuten (16:16).

Im zweiten Durchgang kam die BG besser in einen Rhythmus, angeführt vom neuen Spielmacher Stephen Brown, der später von Haris Hujic abgelöst wurde. Der Ex-Leverkusener scorte zwei Dreier in Folge zur 35:23-Führung. Da war auch die Phase überwunden, in der die Veilchen zu ungenau warfen und der Ball sich mehrfach wieder aus dem Korb drehte. Klar überlegen (27:15) war das Moors-Team zur Pause bei den Rebounds – und auch beim Score von 40:30. Beifall zur Halbzeit von den Fans für die BG – auch das gab’s seit dem 7. März 2020 gegen Hamburg nicht mehr.

Der Anfang der zweiten Halbzeit gehörte wieder James Dickey: Der Zopfträger markierte die ersten sieben Zähler zum 47:30. Damit gab es zumindest schon mal keinen Zweifel mehr am späteren Sieger. Die restlichen 15 Minuten konnte die BG und Trainer Moors also dazu nutzen, taktische Dinge und Angriffs- wie Abwehrsysteme zu üben. Viele Dinge klappten wie gegen Jena prima, an anderen müssen Moors & Co. natürlich noch feilen. Erfolgreichster Scorer war schließlich Jake Toolson mit 17 Zählern. Bemerkenswert die Rebound-Überlegenheit mit 45:33. 25 Assists sind ebenfalls nicht schlecht.

Aber man muss festhalten: Paderborn dürfte eine Mittelklasse-Mannschaft in der 2. Liga Pro A werden, die Eisbären Bremerhaven vom Freitagspiel, das die BG 68:78 gegen sieben Gästespieler verlor, wird wohl um den Titel mitspielen. Das sollte die Freude um den zweiten Sieg der BG im Test bei der Fan-Rückkehr nicht trüben.

BG: Toolson 17/davon 5 Dreier, Roberson 13/3, Boakye, Vargas 8/1, Hujic 12/4, Hartwich 6, Mönninghoff 3/1, Kamp 8, Dickey 13, Brown 7/1, Giotis, Baldwin 9/1.  (Helmut Anschütz/gsd)

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