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BG Göttingen besser als in der letzten Saison?

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Von: Helmut Anschütz

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Das neue Team der BG Göttingen 2022/23 mit Neuzugängen: von links Co-Trainer Olivier Foucart, Mathis Mönninghoff, Peter Hemschemeier, Till Pape, Jason Ani, Rashaun Hammonds, Geno Crandall, Javon Bess, Harald Frey, Max Wüllner, Mark Smith, Nick Boakye, Trainer Roel Moors. Es fehlen Harper Kamp und Marios Giotis.
Das neue Team der BG Göttingen 2022/23 mit Neuzugängen: von links Mathis Mönninghoff, Peter Hemschemeier, Till Pape, Jason Ani, Rashaun Hammonds, Geno Crandall, Javon Bess, Harald Frey, Max Wüllner, Mark Smith, Nick Boakye. Es fehlen Harper Kamp und Marios Giotis. © Hubert Jelinek/gsd

Was bringt der BG Göttingen die neue Saison in der Basketball-Bundesliga? Die Veilchen starten in ihre inzwischen schon 14. Spielzeit im Oberhaus, gehören zu den etablierten Klubs.

Göttingen – In der vergangenen Serie belegte das Team von Chefcoach Roel Moors und Assistent Olivier Foucart den zehnten Platz, nachdem man bis zum 27. Spieltag unter den Top-7 gestanden – bis es diese unglückliche Brustmuskelverletzung von Top-Star Kamar Baldwin gab und die Südniedersachsen in den restlichen Spielen schwächelten und noch aus den Playoff-Rängen herausrutschten.

„Eine große Enttäuschung“, meinte Moors – nicht nur für den Belgier, der jetzt in seine dritte Serie in Göttingen geht.

Vor der jetzt beginnenden Saison machen die Verantwortlichen um Moors und BG-Geschäftsführer FRank Meinertshagen in Optimismus. Zweck-Optimismus?

Die Corona-Pandemie, nicht nur für die BG jetzt die vierte Spielzeit, die Energie-Krise, die auch Profi-Erstligisten betrifft, und noch vieles mehr belastet auch einen Bundesligisten wie die Veilchen. „Wir wollen besser abschneiden als vergangene Saison“, bekundeten Moors und Meinertshagen zuletzt unisono und setzten so ein Saisonziel. Ist das realistisch?

Die Prognose sei erlaubt: Da müsste schon fast alles perfekt laufen, sich die neue Mannschaft ganz schnell finden, es keine langwierigen gravierenden Verletzungen oder (Corona-)Ausfälle geben und vor allem die sportliche Leistung stimmen. Überwiegend Faktoren, die nicht in Gänze zu steuern sind.

In punkto Verletzungen gab es bereits den ersten Rückschlag: Mathis Mönninghoff fällt nach seiner Schulterverletzung im Europe Cup bis zu sechs Wochen aus. Was auf ein möglicherweise nicht zu unterschätzendes Problem hinweist: Der Anteil der deutschen Spieler ist sehr knapp kalkuliert. Eine deutsche Stelle wurde aus wirtschaftlichen Gründen eingespart. „Wir haben einen deutschen Leistungsträger weniger“, räumt Meinertshagen ein. „Wir sind knapper besetzt als vergangene Saison.“ Dass es da sowohl quantitativ als auch qualitativ hapern könnte, „könnte passieren“, so der BG-Chef. „Dieses Risiko mussten wir eingehen.“ Insofern sei Platz neun – siehe vorne unter besser abschneiden als letzte Saison – „eine Herausforderung“.

Natürlich hat die BG dabei nicht Rang neun im Hinterkopf, sondern den Einzug in die Playoffs, also Platz acht oder besser. Doch wie will man dies mit einer knappen Mannschaft bewerkstelligen? Zumal die Konkurrenz aufgerüstet hat. Als Beispiel allein Oldenburg, das nicht wieder so eine schlechte Saison spielen wird.

Mit den 3,5 Millionen Euro Etat (eigentlich bemerkenswert in Corona-Zeiten!) ist die BG zwar nicht Letzter im Finanz-Ranking, jedoch weiter im letzten Tabellen-Viertel. Große Sprünge sind auch kommende Serie nicht drin.

Und dann noch die vor dieser Saison so ungewisse Hallen-Frage wegen der weiteren Bombensuche. Steht die S-Arena möglicherweise noch länger nicht zur Verfügung, trifft die BG dies und eventuelle Spielverlegungen in die Kasseler Eissporthalle in ihren Grundfesten.  (Helmut Anschütz/gsd)

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