1. Startseite
  2. Sport
  3. BG Göttingen

BG Göttingen besser mit Bess und Pape

Erstellt:

Von: Helmut Anschütz, Walter Gleitze

Kommentare

Man of the Match: Till Pape (rechts) schirmt den Ball mit seinem Körper vor Würzburgs Xeyrius Williams ab. Mit 22 Punkten inklusive vier Dreier waren er und Javon Bess die herausragenden Spieler der BG beim 82:74 gegen Würzburg.
Man of the Match: Till Pape (rechts) schirmt den Ball mit seinem Körper vor Würzburgs Xeyrius Williams ab. Mit 22 Punkten inklusive vier Dreier waren er und Javon Bess die herausragenden Spieler der BG beim 82:74 gegen Würzburg. © A.T. da Silva/gsd

Die Ovationen um ihn wollten gar kein Ende nehmen: Till Pape steuerte starke 22 Punkte zum 82:74-Sieg der BG Göttingen gegen die Würzburgs Baskets bei – der erste Heimsieg für die Veilchen in der neuen Saison der Basketball-Bundesliga.

Göttingen – Und der Neuzugang von Zweitligist Kirchheim war der „Man of the Match“. Klar, dass der gebürtige Paderborner die Sieges-Humba intonieren musste.

So musste sogar MagentaSport-Kommentator Benny Zander noch ein wenig warten für das Sieger-Interview.

„Es ist unbeschreiblich, es macht einfach Spaß“, lächelte Topscorer Pape in die Kamera nach seiner Karriere-Bestmarke mit 22 Zählern. „Wir haben in der zweiten nicht so dumme und einfache Fehler gemacht wie in der ersten Halbzeit“, nannte er Gründe für den ersten Punktspiel-Heimsieg. Pape in kaum etwas nach stand allerdings auch Javon Bess, der ebenso starke 19 Punkte beisteuerte.

Der stämmige US-Boy reihte sich ein in die Phalanx der erfolgreichen Dreierschützen der Veilchen: Bess traf drei Dreier, Pape und Mark Smith je vier. Mit 48 Prozent Trefferquote gegenüber nur 23 bei Würzburg war dies einer der beiden Erfolgsfaktoren der Göttinger. Der zweite, den Coach Roel Moors anführte, war die starke Freiwurf-Quote von 93 Prozent (13 von 14 verwandelt (Würzburg nur schwache 50 Prozent /13 von 24).

Bei aller Euphorie am Ende: „Man hat heute gesehen, dass es für uns nie einfach ist zu gewinnen“, blieb Moors nüchtern wie meist. „In der ersten Halbzeit stimmte die Einstellung nicht, wir haben zu viele Fehler gemacht. Aber die Dreier- und Freiwurf-Quoten waren gut. Im letzten Viertel haben wir das Spiel über die Defensive gewonnen. Gefallen hat mir die Balance zwischen Assists und Ballverlusten.“

In der Tat hatten die Veilchen einige „Hänger“ drin: Nach dem guten ersten Viertel kam Würzburg im zweiten auf und gewann es 27:22, sodass der Göttinger Vorsprung zur Pause auf zwei Zähler zusammengeschmolzen war.

Der Start in die zweite Hälfte geriet dann völlig daneben: 10:0-Lauf von den Mainfranken zur 52:44-Führung des Teams von Coach Sasa Filipovski. Doch die BG kämpfte sich aus der Talsohle, war nach 30 Minuten wieder 64:62 vorn, geriet aber im Schlussdurchgang in Foulprobleme: Vierte Fouls für Pape, Rayshaun Hammonds und Kapitän Kamp, der 76 Sekunden vor Ende als Einziger auch raus musste. Mit dem 13. BG-Dreier von Javon Bess und vier Punkten von Pape, dessen Verpflichtung ein Super-Glücksgriff ist, tütete die BG letztlich den Sieg ein. Moors: „Wir genießen den Sieg, haben aber noch viel Luft nach oben und Schwächen im Spiel.“

Am Ende glichen die BGer auch noch die „ewige Bilanz“ gegen Würzburg zum 8:8 aus und können nun zufrieden in die WM-Quali-Pause gehen. Das nächste Training ist erst am Donnerstag.   (Helmut Anschütz und Walter Gleitze/gsd)

Auch interessant

Kommentare