Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen besteht den ersten Härtetest

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Guter Dirigent und Spielmacher: Göttingens britischer Neu zugang Luke Nelson (am Ball) gegen Oldenburgs Jacob Hollatz. 

Zwar nicht mit Bravour, aber doch immerhin sehr ordentlich hat die BG Göttingen den ersten von zwei aufeinanderfolgenden Härtetests hinter sich gebracht. „Gut, dass wir jetzt gegen zwei schwere Gegner spielen“, hatte Veilchen-Coach Roel Moors vor den Duellen mit den Top-Teams EWE Baskets Oldenburg und Bayern München gesagt. Und genauso gut war es eben auch, wie sich die BG gegen Oldenburg trotz der 78:87-Niederlage schlug.

„Über weite Strecken haben wir gut gespielt, haben aber für unsere Fehler zum Schluss bezahlt“, meinte Akeem Vargas. „Das war ein sehr guter Test – viel höher einzuschätzen als das Paderborn-Spiel. „Wir müssen aber noch eine Schippe Qualität zulegen. Offensiv fehlt noch Tempo, defensiv müssen wir besser werden“, so Vargas.

Ähnlich sah die Partie auch Spielmacher Jorge Gutiérrez: „Wir haben lange mitgehalten, haben dann aber unsere Fassung verloren.“ Auch Benedikt Turudic wägte das Positive und Negative ab: „Wir haben wieder einen Schritt nach vorn gemacht. 35 Minuten haben wir gut gespielt, Oldenburg dann aber zurückkommen lassen. Das Ergebnis gibt nicht den Kampf des Spiels wieder. Wir sind ein hungriges Team. Auf einige Sachen können wir schon stolz sein, auf andere nicht.“

„Wir haben in der zweiten Halbzeit in zwei Momenten komplett die Kontrolle verloren“, sagte Trainer Moors und meinte damit die Phase, als die BG ihre Zehn-Punkte-Führung (53:43, 25.) verspielte und die Schlussphase, die nach dem 75:73 mit 3:14 an Oldenburg ging. „Aber ich habe auch eine Mannschaft gesehen, die zusammenspielen wollte.“ Die 23 Assists der BG würden dies belegen. Moors weiter: „Ich bin aber zufrieden, dass wir sofort im Spiel waren. In den Partien zuvor waren wir am Anfang zu soft.“ Erneut kritisierte der Belgier aber die zu vielen Ballverluste (19) und die zu vielen Offensiv-Rebounds der Baskets (neun schon zur Pause, insgesamt zwölf).

Für spektakuläre „Highlight-Plays“ sorgten wieder die drei US-Boys Ron Jackson, Tai Odiase und Aubrey Dawkins. Die drei „Spring-ins-Felde“ können noch für viel Spaß bei den Fans sorgen. Auch Briten-Spielmacher Luke Nelson zeigte wieder seine Klasse.

Sehr speziell absolviert die BG nun auch den zweiten Auswärts-Test am Samstag. Das Team fährt, um entspannt(er) zu sein, mit dem ICE nach München, tritt um 19 Uhr beim FC Bayern im Audi-Dome an. Weil danach kein Zug mehr Richtung Norden zurückfährt, erfolgt die Rückreise im Team-Bus, der leer in die Bayern-Metropole fährt. Das Spiel etwas vorzuverlegen, um noch einen Zug nach Göttingen zu bekommen, scheiterte an zu einem früheren Tip-off nicht zur Verfügung stehenden Schiedsrichtern, die bis Samstag einen Lehrgang absolvieren.  haz/gsd-nh

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