Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen bezwingt Bonn und die eigenen Nerven

Mal andersrum - Beifall für die Fans von den Spielern: James Dickey, Akeem Vargas, Center Philipp Hartwich (15), Jeff Roberson (verdeckt) und Kamar Baldwin (von rechts) beklatschen die Zuschauer. Links der verletzte Haris Hujic.
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Mal andersrum - Beifall für die Fans von den Spielern: James Dickey, Akeem Vargas, Center Philipp Hartwich (15), Jeff Roberson (verdeckt) und Kamar Baldwin (von rechts) beklatschen die Zuschauer. Links der verletzte Haris Hujic.

Im dritten Pflichtspiel hat es für Basketball-Bundesligist BG Göttingen endlich mit dem ersten Sieg geklappt! Die bisher so stark aufgetretenen Telekom Baskets Bonn bezwang das Team von Trainer Roel Moors unter den Augen vom neuen Bundestrainer Gordon Herbert mit 90:81 (42:38).

Göttingen – Nachdem die Veilchen vor nur 2041 Zuschauern beim 58:42 einen 16-Punkte-Vorsprung herausgeworfen hatten, wurde es im letzten Viertel noch einmal sehr eng, als die Rheinländer bis auf 64:66 verkürzt hatten. Aber die BGer (ohne den erkrankten Zack Bryant und den verletzten Haris Hujic) hatten ihre Nerven im Griff und verhinderten, dass die Partie kippte.

„Wir sind sehr erleichtert“, atmete nicht nur BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen durch. „Für unser junges, unerfahrenes Team war der Sieg sehr wichtig. Stark, dass es in entscheidenden Phasen gepunktet hat. Die Botschaft ist: Wenn wir 100 Prozent von Anfang an spielen, sind wir stark genug, um in dieser Liga mitzuhalten.“

Überragend bei den Veilchen waren die beiden Guards Stephen Brown, der allein knapp 37 Minuten auf dem Parkett stand und den kränkelnden Zack Bryant ersetzen musste und 19 Punkte erzielte, und Kamar Baldwin. Er war mit 27 Punkten Topscorer der Partie. Gleichwohl wollte Moors die beiden US-Amerikaner nicht herausheben. „Es war eine Mannschaftsleistung“, so Moors und schloss dabei dennoch auch ein Lob für die beiden Center Philipp Hartwich (7 Rebounds) und James Dickey (8 Rebounds) ein. „Ich habe unglaublichen Respekt vor den Bonnern gehabt“, verriet der BG-Coach. Denn immerhin hatten die Baskets am ersten Spieltag für eine Riesenüberraschung gesorgt, als sie 88:86 bei den Albatrossen in Berlin gewonnen hatten.

„Göttingen war sehr gut vorbereitet. Auch die Schussqualität der Göttinger war besser als bei uns“, meinte Bonns finnischer Trainer Tuomas Iisalo, der nicht ganz zu Unrecht einige zweifelhafte Entscheidungen des Schiedsrichter-Trios monierte. In der Tat hatten diese wahrlich nicht ihren besten Tag erwischt, pfiffen zeitweise auch Fouls, bei denen keinerlei Körperkontakt bestand. So gerieten die Gäste schnell in „Foul-Trouble“, nicht weniger als vier Bonner (Jackson-Cartwright, Morgan, Gorham und Ward) verließen mit je fünf Fouls vorzeitig das Parkett. Insgesamt 60(!) Freiwürfe resultierten daraus, 35 für die BG, 25 für Bonn.

Es war zudem der unglaubliche Kampfeswillen, der den Veilchen den ersten Saisonsieg bescherte. „Wir müssen in jedem Spiel hart arbeiten, haben mit dem richtigen Fokus gespielt, müssen aber in jeder Partie besser werden und uns auch individuell verbessern“, betonte Moors, dem die Erleichterung ob des ersten Saisonsieges deutlich anzumerken war.

. Am Rande notiert: Mathis Mönninghoff wurde zum zweiten Mal Vater. Gattin Catharina brachte am vergangenen Donnerstag den kleinen Emil zur Welt.  (Helmut Anschütz und Walter Gleitze/gsd)

Stark im Spielaufbau: Stephen Brown (rechts) gegen Bonns Dreier-Spezialisten Skyler Bowlin. Hinten der finnische Gäste-Trainer Tuomas Iisalo.

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