Basketball-Pokalendrunde: 96:112-Niederlage gegen Berlin

BG Göttingen bietet Albatrossen lange Paroli

Vergeblicher Abwehrversuch: Harper Kamp (BG, li.) kommt gegen Luke Sikma zu spät. In der Mitte Jayson Granger.
+
Vergeblicher Abwehrversuch: Harper Kamp (BG, li.) kommt gegen Luke Sikma zu spät. In der Mitte Jayson Granger.

Trotz eines noch einmal guten Auftritts ging die Basketball-Saison für die BG Göttingen mit einer 96:112 (49:55)-Niederlage im Pokal-Halbfinale im Münchener Audi-Dome gegen Alba Berlin zu Ende.

München/Göttingen – Raus mit nicht vorhandenem Applaus – das war das Fazit für die BG Göttingen nach der Semifinal-Niederlage gegen die Berliner Albatrosse. Während es im Angriff unter den Augen von Bundestrainer Hendrik Rödl gegen den EuroLeague-Starter gut lief und starke 96 Punkte für die Veilchen fielen, offenbaren die 112 Alba-Zähler, woran es wohl die gesamte Saison gehapert hat - die löchrige Defensive.

„Die Göttinger Offensive war gut, aber unsere auch“, lächelte Berlins Coach Aito Garcia Reneses in die MagentaSport-Kamera. „Wir haben die größte Zeit konzentriert gespielt“, sagte Berlins Topscorer Johannes Thiemann.

„Gegen Berlin hat man nur eine Chance, wenn man perfekt spielt“, meinte Göttingens Topwerfer Rihards Lomazs. Er steuerte wieder die meisten BG-Zähler (23) bei, womit er sich erneut ins Schaufenster stellte für kommende Saison bei einem zahlungskräftigeren Klub (siehe auch Randgeschichte unten).

Nach einem durchwachsenen ersten Viertel (14:24) mit wenigen Veilchen-Punkten lieferten sich beide Mannschaften im zweiten Abschnitt ein Offensiv-Feuerwerk mit verrückten 35 Zählern für die BG und 31 für Alba. Doch einen „Shoot-out-Wettbewerb“ gegen die Berliner zu gewinnen, ist schlicht unmöglich für ein Team wie die BG.

Nachdem die Göttinger bis auf vier Zähler verkürzt hatten (42:46), ließen sie sich zwar nicht gänzlich abschütteln, doch letztlich setzte sich die individuelle Klasse von Ausnahmespielern wie Luke Sikma, Peyton Siva, Center Ben Lammers und Thiemann durch.

So blieb auch der Wunsch von Mathis Mönninghoff im Halbzeit-Interview unerfüllt: „In der Defense müssen wir einen Schritt mehr machen. Unsere Offense läuft gut, bei 49 Punkten zur Pause kann man nichts sagen.“

Aus den sechs Punkten Vorsprung zur Halbzeit machten die Albatrosse peu à peu nach dem Wechsel kontinuierlich mehr. Sein fast schon obligatorisches Technisches Foul handelte sich Luke Nelson knapp vier Minuten vor Ende des dritten Durchgangs von Schiedsrichterin Anne Panther ein, nachdem er mit einem Foulpfiff gegen ihn nicht einverstanden war. Auch nach seiner Auswechslung regte sich der Brite hinter der Bank nicht ab, woraufhin es einen weiteren Foulpfiff gegen die Bank gab.

Nach einem defensiven Schlaf-Anfall zu Beginn des letzten Viertels kam die BG, die die Duelle um Rebounds und Assists klar verlor, durch den neben Lomazs noch einmal auftrumpfenden Center Tai Odiase auf 92:100 heran, doch in Gefahr bringen konnten die Göttinger die Berliner nicht mehr wirklich.

„Die Unterschiede bei der Anzahl an Freiwürfen und zweiten Chancen zeigt den Unterschied in der Qualität zwischen beiden Teams“, sagte Coach Moors. „Trotzdem haben wir offensiv eine sehr starke Leistung gezeigt, aber defensiv konnten wir gegen einen sehr starken Gegner nicht dagegenhalten. Ich habe den Spielern in der Kabine gesagt, dass sie mit erhobenem Kopf die Halle verlassen können. Sie haben diese schwere Saison sehr gut gemeistert.“  (Helmut Anschütz)

Duell der Center: Göttingens Tai Odiase (links) behauptet den Ball gegen Albas Ben Lammers. Der BG-Big Man erzielte 18 Zähler gegen die Berliner.
Der BG-Brite macht’s mit links: Luke Nelson (lila Dress) beim Korbleger gegen Berlins Niels Giffey (links), Johannes Thiemann und Jayson Granger. Der Veilchen-Spielmacher kam am Ende auf 17 Punkte. 4

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.