Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen bleibt das Team der Stunde

+
Stark wie seit Langem nicht mehr: Göttingens Dominic Lockhart (rechts) sucht gegen den MBCer Tremmell Darden seinen Teamkollegen Dylan Osetkowski (2.v.l.) als Anspielstation. Ganz links der MBCer Andrew Warren. 

Die „Mini-La-Ola-Welle“ vor der Kabine – so speziell und lustig feierten Co-Trainer Hylke van der Zweep, Fitnesscoach Dominik Theodorou und die Teambetreuer die Spieler der BG Göttingen nach dem achten Sieg der Saison in der Basketball-Bundesliga gegen den MBC.

Der Rückblick: Gegen den MBC, der sich vier „Unsportliche Fouls“ und ein „Technisches Foul“ leistete und somit „ordentlich hinlangte“ (so BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen) behielten die Veilchen einmal mehr die Nerven, als es nach einem 25-Punkte-Vorsprung (72:47) tatsächlich nochmal eng(er) wurde (100:93). Mit jedem Sieg wächst derzeit das Selbstbewusstsein des derzeitigen Tabellenzehnten. MagentaSport-Experte Alex Vogel über die BGer: „Sie haben sechs der vergangenen sieben Spiele gewonnen. Wenn sie so weiterspielen – warum sollten sie nicht noch in die Playoffs einziehen?“

Die Situation:Sieht derzeit ziemlich gut aus! 16:18-Punkte sind für BG-Verhältnisse top. „Der Sieg gegen den MBC war ein großer Schritt zum Klassenerhalt“, meinte selbst der stets vorsichtige BG-Coach Johan Roijakkers. Vor den Weißenfelsern haben die Göttinger jetzt sechs Siege Vorsprung plus gewonnenem direkten Vergleich (90:84 auswärts, 107:95 zuhause). Bedeutet: Eigentlich sind es sieben Siege plus gegenüber dem MBC. Das bedeutet wiederum: Von den restlichen 15 Spielen müssten die Wölfe mindestens die Hälfte gewinnen – realistisch klingt das nicht. Meinertshagen: „Der MBC müsste sieben Mal mehr gewinnen als wir in den restlichen Spielen.“

Spieler-Ansichten:„Wir müssen an unserem ,Mind-Set’ arbeiten“, meinte Bennet Hundt nach dem MBC-Sieg, der fast noch einmal in Gefahr geriet. Hundt spielte damit darauf an, dass es auf die richtige Einstellung ankommt und man sich einen so klaren Vorsprung nicht mehr abnehmen lassen darf. „Wir werden uns nicht auf die faule Haut legen.“

Auch Mathis Mönninghoff hielt den Ball flach: „Im dritten und vierten Viertel waren wir richtig schlecht, haben das auf die leichte Schulter genommen.“ Dennoch lobte Roijakkers explizit die deutschen Spieler – besonders auch Dominic Lockhart, der sich nach einer harten Trainingswoche endlich wieder etwas zutraute und sechs von acht Dreier-Versuchen traf.

Der nächste Gegner: Unbeschwert und frei jeglicher Sorgen kann die BG jetzt die beiden folgenden „Kracher“ in Angriff nehmen. Nächsten Sonntag geht’s nach Berlin, am darauffolgenden Dienstag (11. Februar, 20.30 Uhr) kommt der große FC Bayern München in die S-Arena.

Vielleicht kann die BG vom Spiel-Stress von Alba profitieren. Die Berliner absolvieren jetzt vier Spiele in acht Tagen: Am vergangenen Sonntag unterlagen sie in Oldenburg (88:93), am (heutigen) Dienstag spielen sie in der Euroleague in Mailand, am Donnerstag zuhause gegen Real Madrid, ehe es Sonntag gegen die Veilchen geht. Das stresst auch ein Team, das einen solch knackigen Spiel-Rhythmus gewohnt ist.  haz/gsd-nh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.