Basketball-Bundesliga

BG Göttingen bricht zum Finalturnier nach München auf

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Doppelfunktion: Domenik Theodorou ist hier als Athletiktrainer der BG Göttinge ns mit Spielmacher Bennet Hundt beim Medizincheck beschäftigt. 

Er muss zurzeit wirklich an alles denken! Domenik Theodorou (34) ist bei der BG Göttingen der Organisationschef für das Finalturnier in München, an dem die Veilchen mit neun weiteren Teams ab Samstag teilnehmen. Bereits am Donnerstag setzt sich der lila Tross per Bus in die bayrische Metropole in Gang.

„Mir wird nicht langweilig“, sagt Theodorou, der aus BG-Sicht mit der Vorbereitung des Turniers beschäftigt ist, seit es von den Behörden genehmigt wurde. „Man muss viel vorausdenken, viele Check-Listen haben“, sagt der frühere Spieler des ASC 46, der in der Saison 2014/15 anfing und seit 2016 voll bei der BG dabei ist. Team-Manager und Athletiktrainer – das sind seine offiziellen Bezeichnungen bei den Veilchen.

Die Tour nach München, die für die Göttinger mindestens knapp zwei Wochen dauern wird, läuft unter anderen Gegebenheiten ab als sonstige Fahrten zu einem Auswärtsspiel während einer „normalen“ Saison. Allein schon eben durch die Dauer werden die Spieler größere Taschen mit mehr persönlichen Dingen dabei haben. Was natürlich Platz im Bus beansprucht, der knapp bemessen ist.

Die BG wird also ein sehr großes Equipment mitnehmen. Zum Beispiel auch zwei Fahrrad-Ergometer, die man in einem der beiden, im Münchener Hotel über die normalen Einzelzimmer für das Team zur Verfügung stehenden Räume aufstellen will. Geplant ist unter anderem eine Art „Physio-Raum“, in dem auch mitreisende Physiotherapeut Uwe Klassen tätig werden kann. Im Gepäck sind vier Trikotsätze: zwei weiße und zwei in lila. Die müssen mit selbst mitgebrachtem Waschpulver(!) genauso gewaschen werden wie viele Privatsachen, für die die BG 30 Wäschesäcke anschaffte, die mit Rückennummern bzw. Namen versehen wurden. „Im Hotel gibt es große Industrie-Waschmaschinen, aber es kann auch über eine Firma außerhalb gewaschen werden“, informiert Theodorou.

Nicht fehlen darf auch ein Drucker samt Papier und Drucker-Patronen, mit dem Coach Johan Roijakkers seine Scouting-Reports für die Spieler erstellt. „Das sind eben ganz viele Details, an die man denken muss“, so der Teammanager der Veilchen. Selbst Spiele wie Monopoly (in Englisch) werden in den im Bus verstauten Kisten sein. Ob alles in den Teambus passt, sei noch unklar, sagt BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. Notfalls fahre noch ein Kleintransporter mit. Wann und wie er selbst nach München reise, überlege er noch, sagte der BG-Chef.

Ganz wichtig im Hotel, in dem alle Mannschaften untergebracht sind, wird ein stabiles WLAN sein. „Die Spieler skypen, schauen Filme oder telefonieren mit ihren Familien und Freunden“, weiß Theodorou, der im Staff der BG neben Physio Klassen nicht allein ist. Als Team-Assistenten reisen der altgediente Kai Winkler und FSJler Ben Lemmer mit, ebenso Statistik-Experte Julian Meier, dessen erweiterte Spieldaten ganz wichtig für Trainer Roijakkers sind. 22 Personen darf der Veilchen-Tross insgesamt betragen.

Mit dabei im Teamhotel ist auch PR-Managerin und Pressesprecherin Birte Meyenberg als eine von nur sechs Frauen. Sie zählt mit zur aktiven Zone, in der sich die Personen befinden, die unmittelbar mit dem Team und Spielgeschehen zu tun haben und die somit nicht mit Vertreter aus der passiven Zone in Kontakt kommen soll.

Fürchtet Domenik Theodorou einen Lagerkoller, weil man so lange so eng zusammen ist? „Nein, das wird ein Erlebnis. Das kann schön werden. Die Spieler haben Lust zu spielen, der Fokus und die Freude sind wieder da.“

Am Donnerstagmittag geht die Tour zum Finalturnier los. Der lila Bus von Hecker-Reisen düst dann ins nordhessische Liebenau und holt die Mannschaft nach dem letzten BG-Spiel wieder ab.  gsd

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