Basketball-Bundesliga Männer 

BG Göttingen: Defensive viel zu schwach

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Ein Dreier zum Einstand: Göttingens Elias Lasisi kam bei seinem Punktspiel-Debüt für die BG in Würzburg noch nicht so recht in Schwung. 

Würzburg – Johan Roijakkers machte nach dem ersten Auswärtsspiel der BG Göttingen in der neuen Saison bei s.Oliver Würzburg einen missmutigen Eindruck. Verständlich, denn die Veilchen verloren nach der Heimpleite zum Saisonauftakt gegen Braunschweig auch die erste Partie in fremder Halle genauso deutlich.

Mit 75:90 (38:51) hatten die Göttinger das Nachsehen – und die Erkenntnis lautete: Es war ein hochverdienter Sieg für die Unterfranken. Den Schwung vom Pokalsieg in Frankfurt konnten die Veilchen jedenfalls nicht mitnehmen.

„Unsere Verteidigung war sehr schwach“, redete Coach Johan Roijakkers auch gar nicht erst um den heißen Brei herum. „Außerdem haben wir das Spiel schon in der ersten Halbzeit verloren.“ In der Tat: Nach einem wieder wie gegen Braunschweig guten Start mit einer 11:5- und 18:13-Führung kippte das Match mit der Einwechslung eines Spielers – auch wie gegen Braunschweig. War es damals Löwen-Spielmacher Thomas Klepeisz, so war es gegen die Würzburger deren Tausendsassa Jordan Hulls. Als der Ex-Bremerhavener auf das Parkett kam, begann das Team von Trainer Denis Wucherer sein Offensiv-Festival.

Hulls traf aus allen Winkeln und Ecken – und die Veilchen fanden kein Mittel, den Blondschopf zu kontrollieren. „Hulls war letzte Saison schon unser Problem“, erklärte Roijakkers hinterher. Lerneffekt? Tendierte offensichtlich gegen Null.

„Hulls und Florian Koch haben den Unterschied gemacht“, befand auch Würzburgs Trainer Wucherer. Das Duo trug auch maßgeblich zu den guten Wurf-Quoten der Gastgeber bei. Zum Beispiel holten sie 40 Rebounds gegenüber 23 der BG, die sich indes 40 Fehlwürfe (28 Treffer bei 68 Versuchen) leistete, aber wiederum deutlich weniger Ballverluste (13:22) aufwies. Stark Würzburgs Dreierquote von 60 Prozent, allein Hulls (4) und Koch (5) trafen neun Mal vom Perimeter.

Bei den Veilchen klaffte eine Leistungslücke. Nur Terry Allen (15 Punkte in den ersten 15 Minuten), Bennet Hundt, Darius Carter und Spielmacher Kyan Anderson agierten über dem Schnitt. Der aus der dritten Liga (Bernau, Pro B) gekommene Hundt erzielte mit zehn Punkten und beachtlichen 14 Vorlagen(!) sein erstes „Double-Double“ (zwei zweistellige Statistikwerte) in der 1. Liga. Von den weiteren fünf Spielern aus der Neuner-Rotation kam wenig bis nichts – auch nicht von Elias Lasisi bei seinem unglücklichen Erstliga-Debüt bei der BG. Verwunderlich vor allem Mihajlo Andric: In Frankfurt noch Topscorer (21 Zähler) blieb der Serbe in Würzburg ohne jeglichen Punkt. „Kann passieren“, meinte Roijakkers lakonisch.

Auch der kurze Hoffnungsschimmer, als die BG auf 50:55 (26.) verkürzt hatte, war schnell wieder dahin. Gegen Würzburgs Offensiv-Feuerwerk hatten die abwehrschwachen Veilchen im letzten Viertel wieder das Nachsehen.  gsd

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