Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen: Doppel-Derbysieger!

Topscorer unter sich: Göttingens Aubrey Dawkins (am Ball) erzielte 22 Punkte, Braunschweigs Karim Jallow kam auf 20 Punkte. Links Gavin Schilling.
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Topscorer unter sich: Göttingens Aubrey Dawkins (am Ball) erzielte 22 Punkte, Braunschweigs Karim Jallow kam auf 20 Punkte. Links Gavin Schilling.

Für die mitgereisten Fans wäre es erneut das Nonplusultra gewesen! Da aber auch beim Auswärtsspiel von Basketball-Bundesligist BG Göttingen in Braunschweig keine Zuschauer erlaubt waren, blieben diese speziellen Beifalls-Bekundungen aus Hunderten von Kehlen leider aus: „Derbysieger, Derbysieger – hey, hey!“

Braunschweig – Nur zu gern hätte man dieses Stakkato nach dem 102:91 (51:44)-Sieg in der Volkswagenhalle gehört. Egal: Die Veilchen blühten auch nach zweieinhalb Wochen unfreiwilliger Spielpause sofort wieder auf und dürfen sich eines speziellen Titels erfreuen: DOPPEL-DERBYSIEGER!

Denn auch das Hinspiel hatten ja Kapitän Akeem Vargas & Co. schon 79:76 gewonnen, wenn auch glücklich durch Luke Nelsons Dreier kurz vor Schluss. Diesmal aber war der Sieg – und es war tatsächlich schon der fünfte Auswärtserfolg! – absolut verdient.

Wir spielen mit dem Feuer

BG-Trainer Roel Moors über Nachlässigkeiten seines Teams

Die Göttinger (ohne Marvin Omuvwie/Schulterprobleme) hatten in Braunschweig (ohne Lukas Meisner/Schulter-OP) immer wieder kleine gute Läufe, machten sich aber selbst das Basketball-Leben schwer, weil sie sie wiederholt nachlässig verspielten. „Wir spielen mit dem Feuer“, beschrieb Coach Moors diese Konzentrationsschwächen.

Eklatant war vor allem die eine nach knapp 33 Minuten, als Lukas Wank die Löwen per Dreier 79:73 in Front warf. Die Wende zugunsten Braunschweigs, nachdem die BG zuvor fast ausnahmslos vorn lag? Denkste!

Mit seinem vierten Dreier von insgesamt starken fünf zum 76:79 hielt Mathis Mönninghoff sein Team im Spiel. Und nach Tai Odiases 78:79 und einem Technischen Foul gegen Löwen-Coach Pete Strobl glich Luke Nelson zum 79:79 aus. Von da an gab Göttingen die erneut von Odiase erzielte 81:79-Führung nicht wieder her, obwohl zuvor schon Harper Kamp (5. Foul/30.) und später Nelson (5. Foul/36.) raus mussten. Bei den Löwen erwischte es Wank (36.) und Schilling (38.) vorzeitig.

Ausschlaggebend für den wichtigen Sieg – weil auch die BG-Konkurrenz punktete – waren letztlich die starke Dreier-Quote (52 Prozent, 13 von 25), die Rebounds (35:26) und die Assists (23:18). Trainer Moors: „Beim 79:73 sah es schlecht aus für uns. Die meiste Zeit vom Spiel haben wir aber kontrolliert. Wir haben gute Lösungen gefunden, offensiv einen guten Rhythmus gehabt und den Ball gut bewegt. Wir hatten mehr Rotation als Braunschweig, konnten mehr wechseln.“ Mit-Matchwinner Mönninghoff: „Das war nach den letzten beiden Spielen wieder ein Schritt in die richtige Richtung.“

. Kurios : Topscorer Aubrey Dawkins erhielt ein Technisches Foul (36.), weil er sich nach Ansicht von Hauptschiedsrichter Oliver Krause nach einer erfolglosen Flugeinlage zu lange am Braunschweiger Korb festhielt. Hätte Dawkins losgelassen, hätte er wohl Braunschweigs unter ihm liegenden Karim Jallow verletzt. Tribünen-Kommentar von BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen in Richtung Schiris: „Super Fingerspitzengefühl!“ (Von Helmut Anschütz/gsd)

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