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BG Göttingen: Drei Mal der „Fluch des dritten Viertels“

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„Wir müssen fokussierter sein“: Till Pape (19), der hier mit Ludwigsburgs Jonathan Bähre (1) und BG-Rückkehrer Javon Bess (20) nach dem Ball fingert, fordert von sich und seinem Team mehr Konzentration im Spiel.
„Wir müssen fokussierter sein“: Till Pape (19), der hier mit Ludwigsburgs Jonathan Bähre (1) und BG-Rückkehrer Javon Bess (20) nach dem Ball fingert, fordert von sich und seinem Team mehr Konzentration im Spiel. © Imago/Alexander Keppler

Schon etwas kurios: Am Samstagabend war die BG Göttingen nach der klaren 76:90-Niederlage bei den MHP Riesen Ludwigsburg erstmals seit längerer Zeit aus den Playoff-Rängen in der Basketball-Bundesliga herausgerutscht.

Göttingen – Am Sonntagabend stellte sich dies schon wieder ganz anders dar. Aufgrund der Ergebnisse an diesem Nachmittag rutschten die Veilchen als wieder Siebter erneut hoch in die Playoff-Plätze mit 50 Prozent gewonnener Partien.

Mit Chemnitz zusammen hat die BG auch erst acht Spiele ausgetragen, die wenigsten derzeit in der BBL.

So ärgerlich die vierte Pleite bei den Schwaben, die ihren Sieg mit gelbem Konfetti feierten, in dieser Spielzeit auch war – sie kam fast nach demselben Strickmuster zustande wie zuvor die Niederlagen im Pokal gegen Alba Berlin und auch in Oldenburg: Die Veilchen knickten nach der Pause ein – der Fluch des dritten Viertels. Was auch Till Pape bei MagentaSport so empfand: „Es passierte uns nicht zum ersten Mal, dass wir in der Intensität nachlassen, dass wir nicht gut aus der Kabine kommen, viele dumme Fehler machen, die wir nicht machen würden, wenn wir fokussierter wären. Wir belohnen uns nicht selbst, wir spielen nicht an der obersten Grenze unseres Potenzials. Wenn wir konzentrierter, disziplinierter und fokussierter wären, wären noch ein oder zwei Siege mehr da.“

Zur Aufklärung: In Ludwigsburg ging das dritte Viertel mit 19:28 verloren, im Pokal gegen Alba mit 16:31 und in Oldenburg sogar mit 13:30. Die vorherige Energie war in diesen Partien nach dem Seitenwechsel nicht mehr vorhanden. Andererseits: Diese drei Gegner zählen auch zu den Mannschaften, die vermutlich um die Meisterschaft mitspielen werden, scheinen also über der Kragenweite der Göttinger zu liegen. Insofern sind diese drei Niederlagen auch nicht unbedingt ein Beinbruch.

Die Topspiel-Wochen sind jetzt vorerst vorbei, jetzt geht’s gegen Brose Bamberg (Samstag, 20.30 Uhr) und im vorgezogenen Spiel gegen Bayreuth (22. Dezember, 19 Uhr) – Mannschaften vermeintlich auf Augenhöhe mit den Veilchen. „Das sind machbare Spiele, aber da müssen wir auch fokussierter sein“, so Pape. Hoffentlich könne man da auch den Heimvorteil nutzen. Pape: „Wir können dieses Jahr noch auf einem guten Wege finishen.“

Gut in diesem Zusammenhang, dass mit Javon Bess wieder ein körperlich starker, stämmiger Spieler nach seiner Sprunggelenksverletzung zurück ist. Auch wenn der 1,98 m große 100-Kilo-Mann keine Punkte in Ludwigsburg erzielte, sorgte er jedoch für wichtige lila Präsenz.

Eines stimmt indes nachdenklich: Die meisten Punkte kommen weiter hauptsächlich von Mark Smith (mit 20,6 pro Spiel jetzt Dritter der BBL-Scorerliste hinter Heidelbergs Eric Washington und Rostocks Derrick Alston/beide 21,3) und Harald Frey (Schnitt 17,3 - Platz 11). Da ist bei mehreren Teamkollegen des Göttinger Top-Duos noch Luft nach oben.  (haz/gsd)

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