Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen droht schwere Saison

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Durchgestartet: Vechtas Josh Young (links) und Ishmail Wainright können Göttingens Spielmacher Bennet Hundt in seinem Vorwärtsdrang nicht aufhalten.

Auch nach dem dritten Spieltag steht die BG Göttingen punktlos am Tabellenende der Basketball-Bundesliga. Beide Niedersachsenderbys gegen die Löwen Braunschweig und gegen Rasta Vechtas wurden verloren. Und auch in Würzburg konnten die Veilchen nicht gewinnen. 

Die sportliche Lage: „Wir müssen am Saisonende mindestens eine Mannschaft hinter uns lassen“, hatte BG-Headcoach Johan Roijakkers die Zielsetzung vor díeser Saison ausgegeben und dürfte damit den Nagel auf den Kopf getroffen haben. Bekanntlich gibt es in dieser Spielzeit nur einen Absteiger der 17 Teams im Basketball-Oberhaus. Die sportliche Situation nach drei Spieltagen schon einschätzen zu können, wäre sicherlich zu verfrüht, zeigt aber zumindest eine Tendenz, dass es in der Tat für die Veilchen nur um den Ligaerhalt gehen kann, nachdem es im Kellerduell der bis dahin sieglosen Teams gegen Rasta Vechta eine 72:77-Niederlage am vergangenen Wochenende gegeben hat.

. Das Positive:Pro B-Aufsteiger Bennet Hundt, der als wertvollster Spieler der vergangenen Saison in der 2. Liga Pro B ausgezeichnet wurde, schaffte sein zweites Double-Double gegen Vechta (11 Punkte, 11 Assists). Dass er in den ersten drei Spielen Bestnoten bekommen hat, spricht gleichwohl nicht für die etablierten Spieler im Team von Johan Roijakkers. Elias Lasisi, der seine Verletzung gänzlich auskuriert haben dürfte, hat gegen Vechta mit einer starken Leistung angedeutet, wie wichtig er noch für die BG werden kann.

. Das Negative: „Zu einem Sieg müssen alle Spieler beitragen, da reichen nicht zwei Spieler“, meinte Roijakkers nach dem 72:77 gegen Vechta. Das Leistungsgefälle ist derzeit zu krass. Spieler wie Darius Carter, Kyan Anderson oder auch Mihajlo Andric sind in ihren Leistungen zu inkonstant.

. Das verflixte dritte Viertel: In Braunschweig 10:27, im Pokalspiel in Frankfurt, das gleichwohl gewonnen wurde, 15:26, gegen Vechta 10:22, lediglich gegen Würzburg 20:18! Das dritte Viertel scheint den Veilchen häufig den Sieg zu verbauen. Auch in der vergangenen Saison war es oftmals dieses dritte Viertel, welches deutlich verloren ging. Aber woran liegt das? „Wir waren nicht konzentriert genug am Ende des zweiten Viertels und nach der Pause“, hatte BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen zumindest für das Spiel gegen Vechta eine Erklärung. Hundt: „Wir sind wie immer gut in die Partie gestartet, aber dann gibt es im zweiten oder dritten Viertel immer eine Phase, in der wir uns in der Defensive hängen lassen.“

. Die Personalien: Kurzfristig wurde in der vergangenen Woche der US-Boy Dylon Osetkowski verpflichtet. Ihm zum Opfer fiel gegen Vechta Zane Waterman, denn nur sechs Ausländer dürfen auf dem Spielerbogen erscheinen. Mit der Verpflichtung des Centers Osetkowski stehen nun aber sieben Ausländer im Kader der Veilchen. gsd

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