Basketball-Bundesliga

BG Göttingen eröffnet Finalturnier in München gegen Crailsheim

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Der Chef auf dem Parkett: Göttingens Alex Ruoff (am Ball) ist der Denker und Lenker des BG -Spiels . Hier nutzt er die Lücke zwischen Berlins Landry Nnoko (links) und Martin Hermannsson. Gegen Euroleague-Starter Alba gelang den „Veilchen“ beim 72:71 einer der beiden Sensationssiege. 

Als einer der zehn teilnehmenden Klubs ist die BG Göttingen (bei der Corona-Unterbrechung Neunter) beim Final-Turnier der Basketball-Bundesliga in München dabei. Das „Final 10“ soll am 6. Juni starten, geplant sind 35 Spiele, bis der Deutsche Meister am 28. Juni ermittelt ist. Am Mittwoch gab es den Spielplan: Die BG (vor der Pause neun Siege in elf Spielen) eröffnet sogar das Turnier gegen Crailsheim.

Training in eigener Halle: Seit Mittwoch darf das Team von Trainer Johan Roijakkers wieder im eigenen Basketball-Zentrum im Team-Training üben. Das Okay kam von der niedersächsischen Landesregierung. „Die Vorbereitungszeit ist sehr knapp“, sagt der niederländische Coach. Fitnesstrainer Domenik Theodorou will die Belastung der Spieler, die wochenlang nur individuell und zeitversetzt allein in der Halle trainierten, langsam steigern. „Bei 100 Prozent können wir nicht anfangen“, sagt Jung-Nationalspieler Bennet Hundt.

Verhaltensweise: In den nächsten zwei Wochen leben die Spieler weiter zuhause unter möglichst besten Hygiene-Bedingungen. Mit dem Team-Bus geht’s dann nach München. Er holt die Mannschaft nach dem Turnier auch wieder ab.

Der BG-Kader: Top-Spielmacher Kyan Anderson, Top-Center Dylan Osetkowski (beide USA) und Adam Waleskowski (schon 37) spielen nicht mehr. Die BBL erlaubte zwei Neue: Roijakkers holte zwei holländische Landsleute: Spielmacher Leon Williams (schon 2016 bis 2018 bei der BG) und 2,06 m-Center Jito Kok. Sportlich ganz wichtig: Alex Ruoff kam als Spielgestalter nach vier Wochen aus den USA wieder zurück.

Hotel-Phase in München: Die Teams sind im Leonardo-Hotel so gut wie abgeschottet. Auch zum Hotelpersonal soll es keinen Kontakt geben. Die Spieler sollen sogar die Fahrstuhlknöpfe nicht berühren. Der Wellness-Bereich ist gesperrt. Gegen „Lagerkoller“ sollen Kleingruppen- zu dritt oder Teamausflüge helfen. Freunde und Familie sind tabu. Bitter für die Väter im BG-Team: 2,09 m-Center Dennis Kramer (zwei Söhne) und Mathis Mönninghoff (ein Sohn).

Spiele im Audi-Dome: Er ist in verschiedene Hygiene-Bereiche (aktiv und passiv) gesplittet. Fliegt der Ball hinter die zwei Meter entfernten LED-Banden, muss er desinfiziert werden. Keine Cheerleader, keine Maskottchen, keine Einlaufkinder, keine Schweiß-Aufwischer – müssen Spieler oder Teamassistenten selbst mit dem Mob machen.

Die Skeptiker:Bastian Doreth (Bayreuth), Niels Giffey (Berlin) und Danilo Barthel (München) sahen Spieler-Belange im Vorfeld zu wenig berücksichtigt, forderten mehr Mitsprache gerade auch in Gesundheits-Aspekten. Die überwiegende Zahl ist aber glücklich, dass gespielt wird.

TV: MagentaSport zeigt in der Gruppenphase täglich zwei Live-Spiele und eine ausführliche Hintergrund-Berichterstattung mit Analysen. Zusätzlich gibt es aktuelle Highlights, News, Interviews und umfassende Stimmungsberichte vom Final-Turnier. Darüber hinaus wird auch Sport1 ausgewählte Spiele parallel im Free-TV zeigen.

Gruppe 1: München, Oldenburg, Crailsheim, Göttingen, Ulm. Gruppe 2:Berlin, Ludwigsburg, Vechta, Bamberg, Frankfurt.

BG-Termine (jeweils 16.30 Uhr):Sa., 6. Juni: Crailsheim. Mi., 10. Juni: Oldenburg. Fr., 12. Juni: München. So., 14. Juni: Ulm.  gsd

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