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BG Göttingen: Fehlerhafter Auftritt, umstrittenes Aus

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Harter Boden-Basketball: BG-Spielmacher Harald Frey ist schon hinterrücks gelandet, Rayshaun Hammonds (rechts) strauchelt gerade, während Sportings Marcus LoVett den Ball hat. Hinten die BGer Javon Bess (20) und Till Pape (19).
Harter Boden-Basketball: BG-Spielmacher Harald Frey ist schon hinterrücks gelandet, Rayshaun Hammonds (rechts) strauchelt gerade, während Sportings Marcus LoVett den Ball hat. Hinten die BGer Javon Bess (20) und Till Pape (19). © FIBA/nh

Schluss, Aus, nach dem nur zweiten Spiel vorbei: Der Europe Cup-Auftritt der BG Göttingen war nach dem ebenso umstrittenen wie unglücklichen K.o. Gruppen-Qualifikations-Halbfinale gegen Sporting Lissabon bei der 83:84 (41:37)-Niederlage schneller erledigt als erhofft.

Mitrovica/Göttingen – Jetzt können sich die Veilchen ganz auf den schweren Bundesliga-Start mit den Auswärtsspielen in Ulm am kommenden Mittwoch und in Crailsheim (Freitag) konzentrieren.

Noch nachts um 3 Uhr nach dem Euro-Aus ging es per Bus von Mitrovica nach Pristina, von wo aus der Flieger um 6.20 Uhr nach Frankfurt abhob. Dort landete er um 8.55 Uhr. Donnerstagmittag war der BG-Tross wieder in Göttingen – im Gepäck eine große Enttäuschung, den Einzug in die Gruppenphase und damit eine große Chance an Prestige und Renommee verpasst zu haben, und etliche Erfahrungen.

Man muss sich nichts vormachen: Die BG muss sich das Ausscheiden selbst zuschreiben. Das eigene Spiel war zu fehlerbehaftet, es gab die volle Pannen-Palette: Beispiel viertes Viertel: Offensivfoul Kamp, Rückspiel Frey bei 67:63, Offensivfoul Pape bei 67:66, Offensivfoul Crandall (sein viertes) bei 75:76, Schrittfehler Pape bei 75:76, kurz danach Pass ins Aus. Mosaiksteinchen, die zur Niederlage führten. Richtig stark war bei den beiden Euro-Partien nur die erste Halbzeit gegen BC Trepca, als sich die BG auch von 2500 lautstarken Fans nicht einschüchtern ließ.

Völlig ohne Fingerspitzengefühl allerdings auch die Entscheidung durch die Referees. Bei abgelaufener Spielzeit soll Hammonds angeblich Sportings LoVett gefoult haben. Nach längerer Diskussion entschieden die Schiris Stoica (Rumänien), Grazin (Kroatien) und Oliot (Frankreich) auf zwei Freiwürfe für LoVett, der den ersten verwandelte – der K.o. für die BG, deren Spiel hauptsächlich von den starken Mark Smith (mit Double-Double, 20 Punkte, 10 Rebounds) und Harald Frey lebte. Statt alle Spieler das enge Match in der Verlängerung sportlich entscheiden zu lassen, sorgte der (möglicherweise) sogar regelkonforme Foul-Pfiff für das Göttinger Ausscheiden. Trotz aller eigenen Unzulänglichkeiten: Das hatten Coach Moors und sein Team nicht verdient!

Offen ist noch, wie schwer sich Mathis Mönninghoff nach nur dreieinhalb Minuten an der Schulter verletzt hat. Heute gibt es eine MRT-Untersuchung. BG-Chef Frank Meinertshagen: „Wenn uns Mathis länger ausfällt, tut uns das weh.“ Auch Taze Moore (Fuß) fehlte gegen Lissabon.

Viertel: 16:17, 21:24 - 26:24, 21:18.

Zuschauer: 500.

BG: Hammonds 10, Frey 16/3 Dreier (5 Assists), Crandall 2, Boakye, Hemschemeier 2, Smith 20/2 (10 Rebounds, 5 Assists), Wüllner, Mönninghoff 3/1, Kamp 4, Pape 13/1, Bess 13/3.

Sporting CP Lissabon: Williams 18 (6 Rebounds), R. Monteiro 2, Loncovic 3, Ventura 1, A. Monteiro 8/2), Fernandes 6, Fenner Jr. 6, Araujo, Armwood 10, Radic 5, LoVett Jr. 25/3.  

Trainer Moors: Dezimiertes Team und Foulprobleme

„Wir hatten zwei Probleme: Wir waren zu dezimiert – ohne Tazé Moore und Mathis Mönninghoff – und hatten Foulprobleme. Es war für uns das zweite Spiel innerhalb von zwei Tagen, sodass wir nicht viel Zeit zur Vorbereitung hatten. Allerdings hilft es dann, wenn man diszipliniert spielt. Wir haben mit zu wenig Disziplin und Fokus gespielt. Das sieht man daran, dass wir die kleinen Dinge falsch gemacht haben. Trotzdem waren wir im Spiel und sicherlich nicht die schlechtere Mannschaft. Aber am Ende zählt nur das Endergebnis.“ (haz/gsd)

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