Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen gegen Oldenburg absoluter Außenseiter

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Weggefährten aus der vergangenen Saison: Göttingens Dennis Kramer (am Ball) gegen Oldenburgs Nathan Boothe (45). Beide blieben bei ihren Klubs. 

Die nächste und damit siebte Niederlage oder die erste handfeste Überraschung? Mit dem Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr in der S-Arena gegen die EWE Baskets Oldenburg steht der BG Göttingen der nächste Kracher ins Haus.

„Die sind noch tiefer besetzt als in der vergangenen Saison – ein Top-4 oder Top-6-Team“, sagt BG-Coach Johan Roijakkers. So sind die Veilchen auch im schon dritten Niedersachsen-Duell (nach Braunschweig und Vechta) nur absoluter Außenseiter.

Zumal sich die Mannschaft von Baskets-Coach Mladen Drijencic gerade noch weiter verstärkt hat: Die „Donnervögel“ haben Tyler Larson (früher Frankfurt) verpflichtet. Im EuroCup spielte er am vergangenen Dienstag erstmals für die Baskets und erzielte beim 73:61-Sieg der Oldenburger bei Asseco Arka Gdynia in 21 Minuten Einsatzzeit acht Punkte, holte sieben Rebounds und gab drei Vorlagen.

„In dem Spiel hat man schon gesehen, dass Larson gut ins Team passt. Mit ihm und Braydon Hobbs hat Oldenburg jetzt zwei sehr kreative Aufbauspieler, die beide auch punkten können“, analysierte BG-Cotrainer Hylke van der Zweep. Wäre Larson auch eine Verstärkung für die BG gewesen? „Dann hätten wir vier Spieler von uns gehen lassen müssen“, ordnet Roijakkers die finanziellen Möglichkeiten der Veilchen ein. Larson konnte bei den Oldenburgern als siebter Ausländer aber nur debütieren, weil es im EuroCup keine Ausländerbeschränkung wie in der BBL (sechs erlaubt) gibt. In diesem europäischen Wettbewerb verloren die Baskets zunächst drei Mal, gewannen danach aber die folgenden drei Partien, wodurch sie ihre Chancen auf den Einzug unter die besten 16 Teams wahrten.

Dass auch die Oldenburger schlagbar sind, zeigten am fünften Spieltag die Gießen 46ers. Mit 68:83 fiel die erst zweite Bundesliga-Niederlage in dieser Saison aber sogar deutlich aus. Um das Drijencic-Team zu bezwingen, sind aber zumindest zwei Faktoren unabdingbar: Die Defensive muss knallhart durchgezogen werden und in der Offensive muss so gut wie alles klappen. Dumm nur, dass es bei den Göttingern zuletzt zumindest an einer der beiden Voraussetzungen meistens haperte.

Mit Urgestein Rickey Paulding (37, seit 2007 bei den Baskets), dem Österreicher Rasid Mahalbasic und Nathan Boothe hielt Oldenburg seine Stars, holte mit Garry Blakes (Cantu/Italien) und den bisherigen Münchenern Robin Amaize und Braydon Hobbs noch namhafte Akteure hinzu. Das meinte Roijakkers mit „noch tiefer besetzt“.

Am Ende gibt es noch eine gute Nachricht für die BG vor diesem Landes-Duell: Frantz Massenat verließ Oldenburg in Richtung Andorra. Vergangene Saison erzielte er 40 Punkte gegen die Veilchen – seine Karriere-Bestleistung. Zumindest dieser Gefahr ist die BG, bei der, so Trainer Roijakkers, alle Spieler fit sind, am Sonntag nicht ausgesetzt.  haz/gsd-nh

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