Basketball-Bundesliga: 81:78 der Veilchen gegen Bremerhaven!

BG Göttingen gewinnt Abstiegs-Krimi gegen die Eisbären Bremerhaven

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Dicke Backen: Göttingens Brion Rush (links) zieht kraftvoll an Bremerhavens Adrian Breitlauch vorbei zum gegnerischen Korb.

Göttingen. Ja, sie haben es geschafft: Die BG Göttingen holt sich diesen so wichtigen Sieg im Abstiegs-Krimi gegen die Eisbären Bremerhaven.

Damit verbesserten die Veilchen mit dem 81:78 (42:35) die Chancen auf den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga. Aber was war das für eine Nervenschlacht vor 3447 Zuschauern in der wieder ausverkauften Halle. Spannung, Dramatik, ein Hitchcock am Samstagabend – die BG löste diesen schwierigen Fall.

Nach seinen Augenproblemen war Brion Rush bei den Göttingern wieder dabei. Dafür ließ Trainer Johan Roijakkers diesmal Will Buford draußen, den Oberschenkelprobleme plagten. Und Rush sollte auch gleich wieder im Blickpunkt stehen. Im ersten Viertel zimmerte der kleine US-Boy den Eisbären drei Dreier rein, ließ dabei ein mögliches Vier-Punkte-Spiel aber ungenutzt, als er den Freiwurf nach einem Dreier mit Foul nicht traf. Er war es auch, der die Göttinger beim 11:9 erstmals in Front brachte, nachdem die Eisbären den leicht besseren Start erwischt hatten. Nach dem 18:11 nahm Bremerhaven-Coach Arne Woltmann die erste Auszeit, wollte damit auch Rushs Performance unterbrechen.

Drei Dreier von Loveridge

Die Göttinger kamen auf Touren, den Gästen unterliefen auch im zweiten Viertel Abspiel- und Schrittfehler. Sofort war auch das Göttinger Publikum da, das die Angriffe ihrer Mannschaft stimmungsvoll begleitete und das Roijakkers-Team frenetisch anfeuerte. Spektakulär auch ein Alley-oop von Rush auf Darius Carter zum 26:19. Der neue Australier Mitch Creek netzte zum 33:20 ein, traf auch noch den Bonus-Freiwurf. Nächste Auszeit Eisbären, aber die BGer blieben am Drücker, obwohl Bremerhaven durch Ivan Elliot den ersten Dreier versenkte. 36:26, als die BG Glück hatte, dass Deutschlands bester Schiedsrichter Robert Lottermoser einen Korb der Eisbären nicht anerkannte.

Die Göttinger agierten weiter sehr physisch, mit viel Tempo. Roijakkers wechselte bis zur Pause kräftig durch, brachte seinen niederländischen Landsmann Leon Williams, der aber drei wenig erfolgreiche Aktionen hatte, sodass die Bremerhavener bis zur Halbzeit auf 35:42 verkürzen konnten. Die auffälligsten statistischen Unterschiede zur Pause waren die 12:6 Assists für die BG, die auch nur zwei Ballverluste gegen acht der Gäste verzeichnete.

Die S-Arena hebt ab und tobt

Fast völlig daneben ging der Start in die zweite Halbzeit. Die BGer schienen teilweise noch in der Kabine zu sein. Die Eisbären setzten ihre Big Men ein, gegen die die Veilchen nicht zurechtkamen. Geoffrey Groselle und Carl Baptiste punkteten für die Gäste, die einen 13:4-Run hinlegten und beim 48:46 auch wieder in Führung gingen. Creek netzte zum 50:50-Ausgleich ein, ehe Jordan Loveridge zwei Dreier hintereinander zum 56:50 traf – da tobte die S-Arena. Dramatik, Hochspannung pur! Und Loveridge legte sogar noch einen nach, 61:54. Da wollte sich auch Brion Rush nicht lumpen lassen, verwandelte seinen vierten Dreier zum 64:56-Stand nach 30 Minuten.

Im letzten Viertel kulminierte das Geschehen noch weiter. Für schwache Nerven war das nichts. Göttingen erst wieder 72:67 vorn, doch Bremerhaven ließ sich nicht abschütteln. Gleicht zum 75:75 aus. Es knistert und brodelt in der Halle, die Nerven sind bis zum Zerreißen gespannt. Die letzten Minuten werden zum Kampf an der Freiwurflinie. Und da behalten die BGer die Nerven. Loveridge trifft wenigstens zum 79:76, dann pfeffert Stockton die letzten beiden zum 81:78 rein. Die S-Arena hebt ab, schreit, klatscht – und feiert am Ende diesen so wichtigen Sieg.

BG:Lockhart 4, Williams 2, Kramer 1, Carter 8, Rush 23/6 Dreier, Stockton 15/2, Loveridge 14/3, Haukohl 2, Grüttner, Creek 12/1.

Beste Bremerhavener: Groselle 18, Hulls 15/1, Berhaneneskel 13/3, Bleck 13. (gsd)

BG Göttingen siegt gegen die Eisbären Bremerhaven

BG Göttingen siegt gegen die Eisbären Bremerhaven
 © Jelinek
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