Basketball-Bundesliga: Veilchen mit ordentlichem Saisonauftakt

BG Göttingen gut gerüstet für die Zeit nach der Pause

Zwei neue Eckpfeiler im BG-Team: Göttingens Mexikaner Jorge Gutiérrez wird beim Freiwurf beäugt vom Briten Luke Nelson.
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Zwei neue Eckpfeiler im BG-Team: Göttingens Mexikaner Jorge Gutiérrez wird beim Freiwurf beäugt vom Briten Luke Nelson.

Deutliche Niederlage bei Ex-BG-Trainer John Patricks Ludwigsburgern, Krimi-Sieg im Niedersachsen-Derby gegen Braunschweig, Krimi-Sieg nach Verlängerung bei Aufsteiger Chemnitz – mit dem Auftakt in ihre zwölfte Saison in der Basketball-Bundesliga kann die BG Göttingen zufrieden sein.

Göttingen – Doch kaum hat die verspätet gestartete Serie begonnen, ist schon wieder Pause: Das zweite Länderspiel-Fenster in der Qualifikation zur Basketball-EM (von 2021 auf 2022 verlegt) steht an. Für die Zeit danach scheinen die Veilchen gut gerüstet zu sein.

. Bisher positiv aufgefallen: In den Blickpunkt gespielt haben sich vor allem Luke Nelson und Tai Odiase. Der Amerikaner als dynamischer Center, der seine 109 Kilo „inside“ immer wieder durchsetzungsstark und kraftvoll einsetzt. Der Brite als nervenstarker Stratege, den fast nichts aus der Ruhe bringt. In den ersten drei Spielen stand Nelson mehr im Fokus als Jorge Gutiérrez. Hat der Mexikaner sein Potenzial noch nicht ganz abgerufen? Beim starken Auftritt in Chemnitz (11 Punkte, 13 Vorlagen) ließ er es aufblitzen!

Die Pendants zu Gutiérrez und Nelson sind Nelson Weidemann und Galen Robinson. Der bisherige Bamberger streut mutig und selbstbewusst gern Dreier ein, Robinson lebt von seinem Turbo-Antritt und seiner quicken Spielweise. Aubray Dawkins gefiel dank seiner Dunks und Dreier. Im Hintergrund, aber nicht minder wichtig, Akeem Vargas als „glue guy“, der den Laden als Kapitän zusammenhält. Prima auch, wie Mathis Mönninghoff wieder aufblüht und Harper Kamp seinen Körper einsetzt. Nicht zu vergessen Dennis Kramer und Marvin Omuvwie, die den anderen Pausen verschaffen.

Interessant die Einsatzzeiten bei den 45 Minuten in Chemnitz: Nelson 34:29 Minuten, Dawkins 33:58, Mönninghoff 33:28, Odiase 32:49 und Gutiérrez 30:06. Mit weitem Abstand folgten Robinson (13:59) und die anderen.

. Nachholbedarf: Von den neun Neuzugängen hat allein Ron Jackson nicht eingeschlagen. Coach Moors sieht ihn als „Vierer“ (Power Forward) nicht stämmig genug. Wegen Jacksons physischer Nachteile aktivierte Moors Harper Kamp als „Notlösung“ (Kamp über sich selbst).

Mit der Suche nach einem Nachfolger/Ersatz für Jackson lässt sich der BG-Trainer Zeit nach dem Motto: Diese Verpflichtung muss sitzen und eine gute sein. Bitter für Benedikt Turudic, für dessen Weiterverpflichtung nach seinem Drei-Monatsvertrag kein Geld vorhanden ist. Menschlich und einstellungsmäßig sagt Coach Moors Jackson und Turudic überhaupt nichts nach.

. Spielplan: Sehr gewöhnungsbedürftig! Die Partie in Chemnitz war das erste von nun drei Auswärtsspielen. Nach der Länderspiel-Pause geht’s in Crailsheim (Freitag) und in München (Sonntag) weiter. Danach folgen drei Heimpartien gegen den MBC (12. 12.), Hamburg (20. 12.) und Oldenburg (23. 12.), dann wieder drei Reisen nach Bonn, Gießen und Frankfurt, gefolgt von vier Auftritten in der S-Arena gegen Ulm, Vechta, Bamberg und Alba Berlin.

. So geht’s weiter: Luke Nelson spielt für Großbritannien bei der EM-Qualifikation am kommenden Freitag in der deutschen Gruppe in Pau (Frankreich) gegen den Gastgeber und Sonntag gegen Montenegro. In Göttingen geht der normale Trainingsbetrieb weiter. Nach den Abgängen von Bennet Hundt und Dominic Lockhart nach Bamberg hat die BG keine Nationalspieler. So kann sich bei den umstrittenen Reisen auch wenigstens keiner infizieren.  (Von Helmut Anschütz/gsd)

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