Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen: Hält die schwarze Serie in Bamberg weiter an?

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Dieses Duell gab es auch schon der vergangenen Saison: Göttingens Dominic Lockhart (am Ball) behauptet den Ball gegen Bambergs Maurice Stuckey, der als einer der wenigen bei den Franken blieb. 

Reisen in die fränkische (Basketball-)Metropole Bamberg konnte sich die BG Göttingen seit der Zugehörigkeit zur Bundesliga eigentlich sparen. Noch nie in diesen elf Jahren gab es in der derzeitigen Brose-Arena auch nur einen Blumentopf zu gewinnen für die Veilchen.

 Bei den Bambergern kassierten die Göttinger einst auch die höchste Niederlage, als das Team von BG-Coach Johan Roijakkers mit 44 Punkten Differenz aus der Halle geworfen wurde. Ausgerechnet beim deutschen Ex-Meister ist die BG nun am Sonntag (15 Uhr) um weitere Besserung bemüht.

Hält die schwarze Serie der BGer in Bamberg auch in dieser Saison weiter an? 14 Mal traten die Südniedersachsen bei den Franken – und es hagelte 14 Pleiten. „Um zu gewinnen, muss jeder Spieler in unserem Team guten Basketball spielen“, sagt BG-Cotrainer Hylke van der Zweep. „Wir brauchen unser ganzes Team, sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive.“

Fraglich indes, ob der leichte Aufwärtstrend, den die Göttinger bei der 77:83-Niederlage gegen Ludwigsburg zeigten, auch in Bamberg zum Tragen kommt. Größter Hoffnungsträger im Roijakkers-Team ist weiter Bennet Hundt, der sich den Respekt vieler Trainer der Liga erarbeitet hat. In der Korbjägerliste steht der 21-jährige Berliner auf dem zwölften Platz in der BBL mit 15,6 Zählern pro Spiel. In der Auflistung der besten Vorlagengeber rangiert der BG-Spielmacher, der als bester Spieler der 2. Liga ProB ausgezeichnet wurde, auf Platz vier mit sieben Assists pro Spiel.

Coach Roijakkers schwärmt geradezu in höchsten Tönen von seinem Pointguard: „Er spielt sehr schlau, hat eine tolle Einstellung und trotz seiner erst 21 Jahre schon viel Erfahrung, weil er im Nachwuchs für die deutschen Nationalmannschaften gespielt und die Schule von Alba Berlin durchlaufen hat.“ So ist Hundt schon zum Anführer der Veilchen geworden – eine Rolle, die ihm vor Saisonbeginn wohl eher niemand zugetraut hat. Hundt ist eine der bisher wenigen positiven Überraschungen bei der BG.

Bei den Bambergern ist diese Saison fast alles neu. Der neue belgische Trainer Roel Moors hat das Team umgekrempelt, mit Louis Olinde, Maurice Stuckey, Elias Harris und Bryce Taylor sind nur noch vier Spieler aus der vergangenen Saison geblieben. Olinde junior, der Sohn von der Göttinger ASC-Legende Wilbert Olinde, ist übrigens bester Rebounder der Bamberger.

Wichtig bei den Neuverpflichtungen war Coach Moors offenbar, dass die Neuen über Erfahrung in den deutschen Ligen verfügen. So kamen unter anderem der Ägypter Assem Marei (früher Bayreuth), Christian Sengfelder (Braunschweig), Retin Obasohan (Gotha) und Kameron Taylor (Würzburg, Bonn).

„Bamberg hat trotz des Umbruchs viel Qualität“, sagt Roijakkers. „Wir wollen versuchen, so lange wie möglich mitzuhalten.“ An eine Überraschung vermag man kaum zu denken.  haz/gsd-nh

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