Basketball-Bundesliga Frauen

BG 74 Göttingen: Heimrechttausch bitter bestraft

25 Punkte in Marburg: Göttingens Australo-Britin Samantha Roscoe (links) war die erfolgreichste Werferin der flippo Baskets.
+
25 Punkte in Marburg: Göttingens Australo-Britin Samantha Roscoe (links) war die erfolgreichste Werferin der flippo Baskets.

So hatten sich die flippo Baskets ihr Wochenend-Spiel in der Damen-Basketball-Bundesliga nicht vorgestellt: Nach einem kurzfristigen Heimrechttausch ging die BG 74 Göttingen beim BC pharmaserv Marburg mit 62:89 (41:48) ein.

Göttingen – Vor dem Spiel große Aufregung: Die Heizungsanlage in der Göttinger FKG-Halle streikte offenbar wegen der Kühlschrank-Temperaturen, im Domizil der flippo Baskets waren nicht einmal 15 Grad – da konnte nicht gespielt werden. So kam es zu dieser ungewöhnlich kurzfristigen Spielverlegung. Schnell einigten sich beide Mannschaften, das Heimrecht zu tauschen. Die BG 74 fuhr kurzerhand nach Marburg und trat dort an. Am kommenden Mittwoch, an dem eigentlich bei den Hessinnen gespielt werden sollte, soll nun das Heimspiel der Göttingerinnen gegen Marburg nachgeholt werden. Wenn die Heizung bis dahin wieder funktioniert.

Zum Spiel: Bei den flippo Baskets war Ruzica Dzankic wieder dabei. „Seit Mitternacht ist sie wieder aus der Corona-Quarantäne raus“, berichtete Baskets-Geschäftsführer Richard Crowder. Die Kroatin war vorsichtshalber zuhause, nachdem sich ein Teambetreuer bei der EM-Qualifikation infiziert hatte.

Mit ihr gingen die Göttingerinnen zunächst mit 9:2 in Führung, der Start war also gut. Doch die Mittelhessinnen, die am Freitag noch Wasserburg knapp geschlagen hatten, kamen auf, glichen aus zum 9:9 und entschieden das erste Viertel mit 22:15 für sich. Im zweiten Durchgang waren beide Teams weiter in Trefferlaune. Marburg ging mit 42:27 in Front, weil es eine sehr gute Dreier-Quote hatte und bis zur Pause auf 56 Prozent (8 von 17) kam. „Außerdem hat Marburg gut verteidigt, uns kaum freie Würfe gegeben“, meinte Crowder zur Pause. Nicht zu stoppen vermochte die BG 74 vor allem Marburgs Alexandra Wilke, die zur Halbzeit schon 19 Zähler auf ihrem Konto hatte.

Besser wurde es bei den Göttingerinnen auch nach der Pause nicht. Zwar kamen sie kurzzeitig auf 46:51 heran, doch dann baute Marburg seinen Vorsprung fast wie im Rausch auf 25 Punkte aus. Das dritte Viertel gaben die Baskets dabei mit 9:27 ab, sodass die Partie spätestens nach 30 Minuten beim 50:75-Rückstand für die BG 74 erledigt war.

Der letzte Durchgang war für Marburg nur noch ein Schaulaufen, am Ende hatten die Baskets ihre bisher höchste Niederlage in dieser Saison kassiert. Von einem Kräfteverschleiß bei den Gastgeberinnen wegen ihres Freitagsspiels war nichts zu sehen. „Das war enttäuschend“, meinte Richard Crowder. „Wir waren unterlegen. Eine starke Leistung von Marburg in der Defensive und Offensive.“ Bitter: Mit einem Sieg wäre die BG 74 auf den vierten Platz vorgerutscht.

Viertel: 22:15, 26:26 - 27:9, 12:14.

BG 74: Blazevic 8, Roscoe 25/davon 4 Dreier, M. Oevermann, Crowder 10, Azinovic 2, Karambatsa, Bosilj, Wenke, Lupfer 8/2, Dzankic 9, Kentzler, Fengkohl.

Marburgs beste Werferinnen: Wilke 27/3 (10 Rebounds), Baker 14/3, Arthur 12/2, Bertholdt 11/1 (8 Rebounds), Crymble 11/1.  (haz/gsd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.