Basketball-Bundesliga

BG Göttingen hofft auf Ruoffs Rückkehr

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Topscorer unter sich: Rasid Mahalbasic (Mitte) warf 22 Zähler für Oldenburg, Terry Allen (links) 16 für die BG. Rechts Dennis Kramer. 

Vor dem Spiel gegen Oldenburg hatte Johan Roijakkers ein kleines Paket per Post ins Spielerhotel von Amazon bekommen, berichtete Magenta-Sport. Punkte waren sicherlich nicht drin – so viel ließ sich nach der 62:80-Pleite gegen Oldenburg beim Finalturnier der Basketball-Bundesliga in München jedenfalls festhalten. Eine nicht völlig unerwartete Niederlage, denn die EWE Baskets sind mit ihrem Top-Kader einfach besser besetzt.

Zur Aufarbeitung bleibt den Veilchen aber überhaupt keine Zeit, denn im zweiten Spiel innerhalb von fünf Tagen geht es am Freitag (16.30 Uhr) bereits im nächsten Match gegen Bayern München.

„Es wird nicht weniger leicht“, sagte Dominic Lockhart nach der ersten Niederlage beim Turnier. „Gegen Bayern müssen wir so kämpfen wie in der ersten Halbzeit gegen Oldenburg.“ Lockhart gehörte gegen die Baskets zu den Aktivposten der Veilchen, erzielte elf Zähler gegen sein Ex-Team Oldenburg – was der Wetzlarer aber schon nicht mehr hören kann. „Gegen Bayern haben wir nichts zu verlieren. Wir müssen weiter kämpfen.“

„Gegen Bayern muss alles klappen“, hielt auch Center Dennis Kramer fest. „Auch die Energie und der Kampfgeist“, meinte der 2,09 m-Mann im TV. Immerhin machte es ihm und auch Lockhart „Spaß, gegen Oldenburg zu spielen“, weil auch er einst für die Baskets auflief.

Im Blickpunkt stand bei den Göttingern aber einer, der gar nicht auf dem Parkett des Audi-Domes stand: Alex Ruoff. Der Kopf der BG, der wegen Corona nach Hause geflogen war, aber zurückkehrte, konnte wegen Rückenproblemen nicht spielen. Erst kurz vor Spielbeginn traf er in der Halle ein, konnte nur in der Teamzone Platz nehmen und seine Mannschaft verbal und emotional unterstützen. „Hoffentlich ist Alex im nächsten Spiel wieder dabei“, sagte Coach Roijakkers. Im Hotel konnten die Ärzte dem Amerikaner offenbar nicht helfen, beim zweiten Besuch in einem Krankenhaus bekam er eine Spritze gegen den schmerzenden Rücken.

„Ich hoffe, dass er spielen kann“, wiederholte Roijakkers am Donnerstag. Gegen Oldenburg habe man „alles rausgeholt“. Mathis Mönninghoff: „Im dritten Viertel gab es bei uns einen Bruch im Oldenburg-Spiel.“ Und Bennet Hundt? Stellte nach seinen 30 Punkten gegen Crailsheim noch einen Rekord auf: 34:36 Minuten Einsatzzeit gegen Oldenburg – die nächste persönliche Bestmarke!

Die Bayern werden sich ungern an Göttingen erinnern. Nach dem Sieg gegen Berlin (72:71) gelang der BG gegen die Münchener beim 90:81 der zweite Riesen-Coup der unterbrochenen Saison. Und auch im Audi-Dome stand die BG kurz vor der Sensation, ehe Bayerns Finne Petteri Koponen mit Schluss per Dreier zum 82:81-Sieg traf. Weil Hundt zuvor wegrutschte.

 So langsam dürfen die Veilchen auch ans Viertelfinale denken. Crailsheim (ohne Ausländer!) kassierte gegen Ulm die dritte Niederlage, trifft im letzten Spiel auf Oldenburg, das gerade anfing heißzulaufen. Die BG wird also den EWE Baskets die Daumen drücken. Siegt Oldenburg gegen die Merlins, steht Göttingen am Donnerstag und Samstag (18./20. Juni) als vermeintlicher Vierter der Gruppe A im Viertelfinale gegen den Sieger der Gruppe B. Wäre ein großer Erfolg!

Übrigens: Was im Paket für Roijakkers war, deutete er nur an: „Private Sachen.“ gsd

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