Basketball-Bundesliga

BG Göttingen holt Kölner Riesen vom MBC

Riesen unter sich: Göttingens bisheriger Center Tai Odiase (links) im Duell mit dem bisherigen MBCer Philipp Hartwich beim Punktspiel am 12. Dezember 2020. Die BG verlor 85:93, Hartwich erzielte acht Punkte.
+
Riesen unter sich: Göttingens bisheriger Center Tai Odiase (links) im Duell mit dem bisherigen MBCer Philipp Hartwich beim Punktspiel am 12. Dezember 2020. Die BG verlor 85:93, Hartwich erzielte acht Punkte.

Göttingen – So einen großen, respektive langen Spieler hatte die BG Göttingen in zwölf Jahren Bundesliga noch nie! Am Montag gab der südniedersächsische Basketball-Erstligist bekannt, dass er Philipp Hartwich (25, zuletzt MBC) für eine Saison verpflichtet hat. Der Hüne misst beachtliche 2,18 Meter und bringt 113 Kilo auf die Waage. Ein Schwergewicht für die Center-Position.

Damit ist auch klar, dass Dennis Kramer keine Zukunft mehr bei der BG hat. So war Trainer Roel Moors auch mit dem 2,09 m-Hünen verblieben. „Wir planen ohne Kramer, haben seinen Vertrag nicht verlängert“, bestätigt auch BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen.

„Philipp bringt eine sehr interessante Mischung aus Länge und Mobilität mit. Er ist bekannt dafür, dass er in der Defensive den Korb gut abschirmt“, sagt BG-Coach Moors über Hartwich. „Ich freue mich darauf, mit Philipp zu arbeiten und ihm dabei zu helfen, Fortschritte zu machen.“

Für den in Köln geborenen und aufgewachsenen Hartwich war die vergangene Saison in Weißenfels seine erste Profi-Station in seinem Heimatland. Für die „Wölfe“ absolvierte der Center 33 Liga- und drei Pokalspiele. Im Schnitt kam der Veilchen-Neuzugang in der Liga rund 16 Minuten zum Einsatz, erzielte 4,2 Punkte und holte 3,5 Rebounds. Zudem gelangen ihm durchschnittlich 1,7 Blocks pro Partie – so viele wie keinem anderen BBL-Akteur.

Seine Basketball-Karriere startete der Rheinländer erst spät im U 18-Bereich seines Heimatklubs Cologne 99ers, mit denen er 2014 den Aufstieg in die 1. Regionalliga schaffte. Nach seinem Abitur entschied sich Hartwich für ein Studium in den USA und wechselte an die University of Portland (US-Bundesstaat Oregon), wo er für die Portland Pilots auf Korbjagd ging. Von 2014 bis 2018 absolvierte er 117 Partien für sein College-Team und stach auch dort als Shot-Blocker hervor. In seinem Abschlussjahr kam der Center auf 2,3 Blocks pro Spiel und holte 7,9 Rebounds.

Nach seinem Uni-Abschluss wechselte der Kölner nach Spanien in die zweite Liga (LEB Gold). In der Saison 2018/19 lief er für CB Penas Huesca auf, die darauffolgende Saison für Melilla Balancesto. In 58 Spielen kam der Deutsche bei beiden Klubs auf durchschnittlich 5,7 Punkte, 5,8 Rebounds und 1,5 Blocks, bevor es ihn im Sommer 2020 zurück in sein Heimatland zog.

Zum Veilchen-Kader für die Saison 2021/22 gehören aktuell Mathis Mönninghoff, Akeem Vargas, Haris Hujic, Jake Toolson und Philipp Hartwich.  gsd

Von Helmut Anschütz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.