Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen holt sich Mut für Würzburg

Modellathlet im Dreikampf: Marvin Omuvwie (am Ball) gegen Berlins Louis Olinde (links, Sohn von ASC-Legende Wilbert Olinde) und Top-Rebounder Luke Sikma. Omuvwie war mit elf Punkten drittbester BG-Scorer. 2
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Modellathlet im Dreikampf: Marvin Omuvwie (am Ball) gegen Berlins Louis Olinde (links, Sohn von ASC-Legende Wilbert Olinde) und Top-Rebounder Luke Sikma. Omuvwie war mit elf Punkten drittbester BG-Scorer. 2

Niederlagen stimmen natürlich nie zufrieden. Und doch waren (fast) alle bei der BG Göttingen nach dem wackeren und achtbaren 75:86 (35:41) gegen Alba Berlin nicht abgrundtief enttäuscht.

Göttingen – Nach dem Überraschungserfolg gegen Bamberg konnte sich auch dieser Auftritt gegen den deutschen Basketball-Meister sehen lassen. Die Veilchen boten dem Favoriten in seinem sechsten Spiel in zwölf Tagen absolut Paroli.

Zu einer weiteren Sensation wie in den vergangenen beiden Saisons reichte es indes nicht.

Diese Erkenntnis stimmt aber zumindest zuversichtlich: Die BG tankte Kraft, Mut und weiteres Selbstvertrauen im Abstiegskampf und auch für die nächste Aufgabe am Samstag (20.30 Uhr) in Würzburg, das erste von nun wieder drei folgenden Auswärtsspielen in nur sieben Tagen. „Ich habe viele gute Sachen gesehen und finde, dass wir Schritte nach vorn machen“, meinte Trainer Roel Moors.

Zum Beispiel:

.  Rihards Lomazs zeigte nach mehr Trainingseinheiten, dass der Combo-Guard noch sehr wertvoll für die BG werden kann. Moors: „Nicht nur wegen seiner 22 Punkte, sondern wegen seiner Pässe. Er hat Erfahrung auf hohem Niveau.“

.  Marvin Omuvwie tauchte endlich wieder auf. Der BG-Modellathlet (aus Berlin) scorte elf Punkte, haute sich unterm Alba-Korb wie gewohnt in die Duelle mit den Stars.

Auch Spielmacher Deishuan Booker (drei Dreier, sechs Assists) und Center Tai Odiase (13 Punkte, sechs Rebounds) hatten gute Szenen – aber eben auch schlechte, die Nelson Weidemann bei MagentSport so beschrieb: „Wir haben ein bisschen zu oft den Ball weggeschmissen (18 Turn-over, d. Red.). Wir haben außerdem günstige Korb- leger-Situationen nicht ausgenutzt. Alba ist nicht umsonst deutscher Meister. Wenn wir dann solche Situationen nicht nutzen und 17 Offensiv-Rebounds kassieren, dann ist es schwer, gegen so eine Mannschaft zu gewinnen.“

Nun, einen Sieg gegen die termin-gestressten Berliner (Freitag im deutschen EuroLeague-Gipfel in München) hatte niemand ernsthaft erwartet. Aber: „Wir haben nicht an unsere Chance geglaubt“, so Moors. Nach dem schlechten ersten Viertel kam sein Team aber zurück ins Spiel und bis auf vier Punkte (37:41) kurz nach der Pause heran. Moors: „Ich habe eine gute Reaktion gesehen, und wir haben bis zum Ende gekämpft. Aber gegen ein Team wie Berlin reicht es nicht, wenn man nicht 40 Minuten konstant spielt.“ Albas Matchwinner waren Maodo Lo (23 Zähler, acht von zehn Würfen versenkt) und Luke Sikma, der fast ein „Triple-Double“ geschafft hat: 15 Punkte, 12 Rebounds, 8 Assists) – zwei Berliner Topstars!

„Göttingen hat mit guter Energie gespielt“, lobte Albas Trainer-Grand Seigneur Aito Garcia Reneses. Sein Team habe eben mit der größeren Rotation spielen können, was den Ausschlag zum Sieg gab.

Die BG muss sich jetzt auf die Auswärtsspiele in Würzburg, Bayreuth (Mittwoch) und Ulm (Freitag) konzentrieren.  (Helmut Anschütz/gsd)

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