Doppelspieltag in der Basketball-Bundesliga

BG Göttingen erst in Bonn, dann in Gießen

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Wenn er trifft, dann steigt die Erfolgschance der BG: Göttingens Dreier-Spezialist Brion Rush (li.) gegen Giessens Jahenns Manigat.

Göttingen. Heiß war es zuletzt schon beim Zitter-Sieg gegen Bremerhaven – jetzt wird es für die BG Göttingen ganz ernst.

Zwei Doppel-Spieltage und die Abschluss-Partie in Braunschweig werden über Klassenerhalt oder Abstieg der Veilchen entscheiden. Los geht’s am Freitag (20.30 Uhr) bei den Telekom Baskets Bonn und am Sonntag (17.30 Uhr) bei den Gießen 46ers.

Das Dumme dabei: Beide Gegner haben nichts zu verschenken, weil sie selbst noch dringend Punkte brauchen, um ihre Ziele zu erreichen. Bonn ist Vierter, aber punktgleich mit dem Fünften Bayreuth, dem Sechsten Oldenburg und dem Siebten Bamberg (alle 36:22-Punkte). Dass die Baskets Rang vier halten wollen, um das Playoff-Heimrecht zu wahren, ist klar. Da muss gegen die BG der zehnte Heimsieg her – schlechte Karten für das Team von BG-Coach Johan Roijakkers.

Dreier-Duell gegen Mayo

Um im Telekom-Dome auch nur annähernd etwas bestellen zu können, bedarf es bei den Veilchen einer nahezu optimalen Leistung. „Bonn hat eine großartige Saison gespielt. Es ist ein Team, das es in den Playoffs sehr weit bringen kann“, sagt Roijakkers.

Im Blickpunkt steht das Duell der beiden besten Dreier-Schützen der Bundesliga: BG-Star Brion Rush gegen Bonns Josh Mayo (14,3 Punkte pro Spiel). Bis zum vergangenen Wochenende war Mayo (79 Treffer bei 182 Versuchen) der erfolgreichste Dreier-Werfer der Liga – ehe ihn Rush mit sechs Treffern gegen Bremerhaven an der Spitze ablöste und nun mit 81 Dreiern bei 189 Versuchen (42,9 Prozent) führt. Brion Rush – eine Lebensversicherung für die BG.

Bryant stark bei Gießen

Diese Rolle hat beim zweiten Göttinger Wochenend-Gegner Gießens John Bryant inne. „Big John“ ist beim Team von Coach Ingo Freyer eine Bank. 17,8 Punkte pro Spiel, 10,5 Rebounds und 3,5 Assists – der 2,11-Meter-Hüne ist nicht auszuschalten. Gleich sechs Gießener Spieler treffen zweistellig, so wundert die durchschnittliche Punktzahl von 86 pro Spiel kaum; die BG kommt nur auf 77 Zähler.

Mit 28:30-Punkten (wie Ulm als Zehnter) hofft Gießen noch auf Platz acht und damit die Playoffs – allerdings ist die Chance eher gering, denn die Mittelhessen müssten auch noch Würzburg (Neunter, 30:28) und Frankfurt (Achter, 32:26) überholen. So kann sich auch das Freyer-Team keine Niederlage gegen die BG erlauben, was die Aussichten der Veilchen nicht gerade rosig erscheinen lässt.

Eine schwierige Konstellation also im Kampf um den Klassenerhalt für die BG, die vier der letzten fünf Spiele auswärts bestreiten muss. Wie es zu diesen Ansetzungen mit nur einem Heimspiel gegen den MBC (am 29. April) kommen konnte, die nicht gerade für Wettbewerbs-Gleichheit sprechen, bleibt das Geheimnis des Spielplangestalters.

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