Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen in Bayreuth mit Reaktion auf Löwen-Pleite?

Auch in Bayreuth wieder gefordert: Göttingens US-Spielmacher Stephen Brown (am Ball gegen Braunschweigs Tschechen Ondrej Sehnal) steht im Schnitt knapp 29 Minuten auf dem Parkett.
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Auch in Bayreuth wieder gefordert: Göttingens US-Spielmacher Stephen Brown (am Ball gegen Braunschweigs Tschechen Ondrej Sehnal) steht im Schnitt knapp 29 Minuten auf dem Parkett.

Mit erneut drei Auswärtsspielen in Folge setzt die BG Göttingen ihr Januar-Stressprogramm fort. Zum Auftakt treten die Veilchen heute (19 Uhr, MagentaSport) bei medi Bayreuth an, ehe es am Samstag zu den Gießen 46ers und am kommenden Mittwoch zum zweiten Versuch zu den Niners Chemnitz geht.

Die Partie bei den Oberfranken war am zweiten Spieltag (ausnahmsweise) nicht wegen der Corona-Problematik gestrichen worden. Vielmehr traten die Bayreuther damals im FIBA Europe Cup an, in dem sie inzwischen in der zweiten Runde spielen.

Wie viele Teams hat auch Bayreuth mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Nationalspieler Andreas Seiferth und der Este Janari Joesaar fehlen schon seit geraumer Zeit. Jetzt ist auch noch „Mister Bayreuth“ raus: Bastian Doreth hat sich im Heimspiel gegen Berlin einen Kapselriss im Zeh zugezogen – keine große, aber eine schmerzhafte Blessur, wie es auf der Bayreuther Homepage heißt. Der Einsatz des Kapitäns gegen die BG sei „sehr unwahrscheinlich“. Doreth ist der dritte Ausfall im Team von Trainer Raoul Korner.

Demgegenüber kann sich die BG glücklich schätzen, bisher von großen Verletzungen und Ausfällen verschont geblieben zu sein. Bereits am Dienstag fuhren die BGer in die Wagnerstadt.

Mit dabei bei den Bayreuthern ist mit Terry Allen ein Ex-BGer. Über eine Zwischenstation bei den Hamburg Towers landete der US-Boy in Oberfranken. Derzeit ist Allen der dritterfolgreichste Werfer beim Korner-Team mit im Schnitt knapp zwölf Zählern. Übertroffen wird er von den Amerikanern Sacar Anim (13,1) und Rastamann Marcus Thornton (12,9, zuvor bei den Niners Chemnitz).

Alle drei Bayreuther werden wiederum von Göttingens Topscorer Kamar Baldwin übertroffen, der gegen Braunschweig – obwohl er sechseinhalb Minuten vor Schluss sein fünftes Foul erhielt und vom Feld musste –20 Punkte auflegte und damit seinen zweiten Platz aller BBL-Spieler hinter Crailsheims TJ Shorts behauptete.

Interessant: In der leeren Oberfrankenhalle treffen die beiden besten BBL-Teams von jenseits des Perimeters aufeinander: Die Veilchen führen diese Statistik als bestes Dreier-Team mit 40,7 Prozent Erfolgsquote an vor den Bayreuthern mit 38,5 Prozent. Terry Allen steuert knapp 42 Prozent getroffener Dreier bei, Cameron Wells (bester Vorlagengeber) über 44 Prozent. Bester Rebounder im Korner-Team ist der Litauer Martynas Sajus mit 7,7 eingesammelten Abprallern pro Partie.

Mit dem 88:80-Derbysieg der Oberfranken (Bayreuth) bei den Unterfranken (Würzburg) besänftigte der BG-Gastgeber zunächst auch wieder die Bayreuther Basketball-Seele, nachdem es zuvor drei Pleiten gegen Berlin (79:109) und Bonn (71:96) sowie bei Korners früherem Klub Braunschweig (62:99) gegeben hatte.

Vorsicht: Die BG-Bilanz gegen Bayreuth ist negativ: Nur sechs Siege bei elf Niederlagen. Und: Seit 2017 konnte in den Duellen nur ein einziges Mal das jeweilige Heim-Team gewinnen: 2018 war es Bayreuth! Ein kleines Plus für die BG?  

Ob die Partie tatsächlich ausgetragen wird, ist noch nicht ganz sicher. Bayreuth spielte zuletzt gegen Würzburg, das mehrere Coronafälle hatte. (haz/gsd)

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