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BG Göttingen in München: Abschluss beim Euroleague-Topteam

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Eingehakt: Göttingens Jeff Roberson (am Ball) hat den Arm von Münchens Deshaun Thomas (Mitte) eingeklemmt. Bayerns Gavin Schilling (links) beobachtet diese aus dem Hinspiel, das die Süddeutschen 80:66 gewannen.
Eingehakt: Göttingens Jeff Roberson (am Ball) hat den Arm von Münchens Deshaun Thomas (Mitte) eingeklemmt. Bayerns Gavin Schilling (links) beobachtet diese aus dem Hinspiel, das die Süddeutschen 80:66 gewannen. © Hubert Jelinek/gsd

Rund 550 Kilometer hin, rund 550 Kilometer zurück – so sieht die Abschlusstour der BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga aus.

Göttingen – Das letzte Saisonspiel steigt am Sonntag um 18 Uhr im Audi-Dome beim FC Bayern München, der gerade wieder für positive Schlagzeilen sorgte, obwohl das fünfte Viertelfinale in der Euroleague beim FC Barcelona mit 72:

81 verloren ging. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft“, lobte Bayern-Coach Andrea Trinchieri sein Team, was bei dem extrovertierten Italiener schon etwas heißen will.

Für die BGer geht es in dieser Partie um nichts mehr. Die Playoffs sind verspielt, die Veilchen haben selbst bei einem Sieg und bei einer Bamberger Niederlage gegen Hamburg wegen des schlechteren direkten Vergleichs gegenüber den Franken (beide Spiele verloren) keine Chance mehr auf Rang acht. Allenfalls könnte Platz neun noch wichtig sein für eine mögliche Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb, die die Veilchen durchaus anstreben, aber in der vergangenen Saison dafür nicht berücksichtigt wurden.

Auch ohne unter die ersten acht Teams zu kommen, ist ein internationaler Auftritt denkbar – wie es mit den Bayreuthern in dieser Saison der Fall war, die vergangene Saison Zehnter wurden. Berlin und München starten wieder in der Euroleague. Ludwigsburg startete wie Hamburg in der Champions League; die Schwaben sind an diesem Wochenende in Bilbao beim „Final 4“ dabei, treten heute gegen BAXI Manresa (Spanien) an. Im EuropeCup starteten diese Saison Ulm und Bamberg. Im FIBA EuropeCup waren Bayreuth und Crailsheim dabei. In diesem Wettbewerb können Mannschaften spielen, die mindestens Platz zwölf in der Abschluss- tabelle belegen, informierte jüngst Jens Staudenmayer, Sportlicher Leiter der BBL.

So besteht durchaus noch sportlicher Anreiz für die Veilchen, die Partie in München nicht abzuschenken. Die Bayern müssen die Enttäuschung vom Viertelfinal-Aus am Dienstag in Barcelona verkraften, zudem auch das nicht gerade einfache Auswärts-Nachholspiel am Freitagabend in Ulm. Und außerdem geht es für die BG darum, sich selbst positiv aus dieser Saison zu verabschieden.  

Trainer gesperrt: Ohne Moors in München

Der emotionale Ausbruch vom Cheftrainer der BG Göttingen, Roel Moors, nach der Partie gegen die Gießen 46ers am vergangenen Sonntag wurde sanktioniert. Aufgrund des Vermerks der Schiedsrichter im Spielberichtsbogen wurde der Belgier für ein Spiel gesperrt und erhielt zudem eine Geldstrafe. Somit fehlt Moors dem Team am Sonntag bei Bayern München – BG-Assistenztrainer Olivier Foucart wird das Team betreuen.

„Ich habe in einer emotionalen Situation überreagiert – dafür entschuldige ich mich bei den Betroffenen“, sagt Moors. „Kritik zu äußern, um auf Missstände aufmerksam zu machen, ist zulässig. Allerdings muss dies auf respektvolle Art und Weise passieren.“

Komplizierte Tabellen-Situation

Die Tabellensituation ist sowohl für die Münchener als auch für die Göttinger kompliziert. Die BG ist sicher Neunter, wenn die HAKRO Merlins Crailsheim am Samstag gegen die NINERS Chemnitz verlieren, da die Veilchen dann auch bei einer Niederlage in München punktgleich mit Crailsheim wären, aber den direkten Vergleich für sich entschieden haben. Wenn Crailsheim am Samstag siegt, brauchen die Göttinger ebenfalls einen Sieg, um sich den neunten Platz zu sichern. Allerdings müssten sie zusätzlich hoffen, dass auch Bamberg am Sonntag gegen Hamburg gewinnt. Sollte Bamberg verlieren, käme es bei einem Sieg der Veilchen und einem Sieg von Crailsheim zu einem Dreier-Vergleich, bei dem die Göttinger den zehnten Platz belegen würden (Bamberg wäre Achter, Crailsheim Neunter). Crailsheim müsste hingegen bei einem Sieg am Samstag neben einer Bamberger Niederlage auch auf eine BG-Niederlage hoffen, um sich den letzten Playoff-Platz doch noch zu sichern.

Noch vielfältiger sind die Möglichkeiten derzeit für den FC Bayern, die sich am Freitag nach dem Spiel gegen ratiopharm ulm aber schon wieder etwas einschränken lassen könnten. Die Süddeutschen können bei einem Dreier-Vergleich mit den Telekom Baskets Bonn und ALBA BERLIN sogar noch an die Tabellenspitze springen. Dafür müsste das Team von Bayern-Headcoach Andrea Trinchieri aber alle seine drei verbleibenden Partien gewinnen und hoffen, dass die Berliner ihre letzten beiden Spiele verlieren. Bei einem direkten Vergleich nur mit den Bonner, haben die Süddeutschen die schlechteren Karten. Sollten die Münchener keines ihrer drei verbleibenden Spiele mehr gewinnen, könnten sie bei einem Vierer-Vergleich mit Chemnitz, Ludwigsburg und Ulm sogar noch auf den fünften Tabellenplatz abrutschen.

Braunschweig - Berlin abgesagt: Jetzt Quotientenregelung

In den Play-off-Kampf kam am Freitag neue Bewegung: Wegen mehrerer Coronafälle bei den Löwen Braunschweig wurde das für Sonntag angesetzte Spiel gegen Meister Alba Berlin abgesagt. Eine Neuansetzung ist aus terminlichen Gründen nicht möglich. Daher wird die Abschlusstabelle nach der Quotientenregel berechnet. (dpa/haz-gsd/nh)

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