Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen: Keine Zeit zum Durchschnaufen

Zuletzt weiter mit Aufwärtstendenz: Göttingens Jeff Roberson (5) rettet den Ball gegen Crailsheims Fabian Bleck (rechts verdeckt) und Jared Savage (2) davor, dass er ins Aus geht.
+
Zuletzt weiter mit Aufwärtstendenz: Göttingens Jeff Roberson (5) rettet den Ball gegen Crailsheims Fabian Bleck (rechts verdeckt) und Jared Savage (2) davor, dass er ins Aus geht.

„Keine Atempause / (Basketball-)Geschichte wird gemacht / Es geht voran.“

Göttingen – Dieser Ohrwurm von der Gruppe „Fehlfarben“ von 1982 ist auch rund 40 Jahre später noch für die BG Göttingen absolut aktuell. Mit dem Spiel am Mittwoch (20.30 Uhr, MagentaSport) bei den Niners Chemnitz startet ein Programm, das sehr stressig wird und mal wieder fast seinesgleichen sucht: Fünf Spiele in 15 Tagen für die gerade jetzt zum Jahresende aufblühenden Veilchen – also im Prinzip alle drei Tage ein Match, inklusive „Training unterm Tannenbaum“.

Los geht die Serie noch dazu mit drei Auswärtstouren in Folge: Nach dem Trip zu den Sachsen geht’s am 27. Dezember zu den Mainfranken nach Würzburg und noch im alten Jahr am 30. Dezember auf die heftige, fünfstündige Süd-Bustour zu ratiopharm Ulm. Aber von wegen über Silvester und Neujahr relaxen – am 2. Januar steigt gleich wieder das Kult-Derby gegen die Löwen Braunschweig, ehe am 5. Januar noch das Nachholspiel in Bayreuth in den Terminkalender eingeschoben wurde. Über Langeweile braucht sich da rund um die BG niemand zu beklagen.

Von großem Vorteil könnte für die Göttinger bei den Niners sein, dass in der „Messe Chemnitz“ weiterhin ohne Zuschauer gespielt werden muss. Das heißblütige Publikum kann ein Gastteam schon beeinflussen.

Auch ohne Zuschauer gelang den Chemnitzern gerade ein beachtlicher 106:94-Sieg gegen Bamberg. Dabei drehte vor allem ein Top-Trio der Niners richtig auf: Der Litauer Mindaugas Susinskas (32, davon fünf Dreier), der gerade für Gerald Robinson (nach Italien) nachverpflichtete Ex-Braunschweiger Trent Lockett (31) und der Kult-Chemnitzer Malte Ziegenhagen (21, vier Dreier) kamen zu dritt auf stolze 84 Zähler. Dabei musste Niners-Coach Rodrigo Pastore sogar mit Isiaha Mike (positiver Coronatest), den Ex-MBCer und Ex-Oldenburger Frantz Massenat (Rücken), Ivan Karacic und den Ex-BGer Nelson Weidemann (beide verletzt) noch auf vier wichtige Akteure verzichten. „Wir müssen unbedingt die Stärken der einzelnen Spieler kennen und dürfen ihnen nicht erlauben herauszuragen“, sagt BG-Cotrainer Olivier Foucart.

Die Veilchen saßen am Dienstagnachmittag schon die knapp 300 Kilometer im Bus Richtung Chemnitz. „Alle dabei“, übermittelte Coach Roel Moors, dessen Mini-Zehner-Team gerade so eindrucksvoll „performt“. Von dem um Dickey und Bryant reduzierten Kader profitierte derzeit vor allem Jeff Roberson, der weitaus mehr Einsatzzeit erhält – und sie auch mit Punkten rechtfertigt. Doch auch die anderen erfüllen momentan ihren Job nahezu perfekt, auch Trainingsspieler Marios Giotis, der unverzichtbar ist, um im Training fünf gegen fünf zu spielen.

Übrigens: Von personellen Verstärkungen konnte Trainer Moors auch gestern (noch) nicht berichten. (haz/gsd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.