Basketball-Bundesliga Männer: 72:90-Pleite in München

BG Göttingen legt Fokus auf drei Heimspiele

Redebedarf: Göttingens Trainer Roel Moors (Mitte mit Taktikbrett) gibt Anweisungen in einer Auszeit. Rechts vorn Jorge Gutiérrez.
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Redebedarf: Göttingens Trainer Roel Moors (Mitte mit Taktikbrett) gibt Anweisungen in einer Auszeit. Rechts vorn Jorge Gutiérrez.

Mehr als 1100 Kilometer im Bus, drei Hotel-Übernachtungen, aber null Punkte im Gepäck – die lange Rückfahrt von München mit Ankunft um 5.30 Uhr am Montagmorgen war für die Bundesliga-Basketballer der BG Göttingen frustrierend.

München/Göttingen –  Die sportliche Bilanz: Die 72:90-Niederlage in München kann man der BG nicht krumm nehmen. Die individuelle Klasse des FC Bayern (acht Siege, vier Niederlagen in der Euroleague) kann ein Team von der Kategorie der Göttinger nicht kompensieren. Asse wie Djedovic und Lucic spielten gar nicht. Kritischer zu betrachten ist die Pleite in Crailsheim, wo die BG das erste Viertel komplett neben sich stand (14:29). Drei Viertel spielte sie danach zumindest annähernd auf Augenhöhe, war da nicht entscheidend schlechter.

. Die Verletzung von Jorge Gutiérrez: Schon im Pokal hatte sich Spielmacher verletzt. Jetzt in München erneut. Nach 9:45 Minuten Einsatzzeit war für den Mexikaner Feierabend. Den Rest der Partie im Audi-Dome verfolgte er von der Spielerbank aus. Am Montag wurde „Guti“ untersucht. Ergebnis offen.

. Stimmen zu den Spielen: Nach der schwachen ersten Halbzeit in Crailsheim nahm Coach Moors kein Blatt vor den Mund: „Ich habe meine Mannschaft nicht wiedererkannt. Wir haben nur 20 Minuten Basketball gespielt.“

Und zum Bayern-Spiel: „Es war ein schweres Spiel für uns, aber ich bin zufrieden mit unserer Energie. Das große Problem war heute das Rebounding. Wir konnten die Rebounds nicht kontrollieren, das war ein Schlüssel. Das zweite war, dass wir die einzelnen Stärken des Gegners nicht respektiert haben – geht jemand rechts oder links vorbei, ist er ein Werfer oder nicht. Das können wir besser machen.“

Aubrey Dawkins: „Bayern ist ein extrem gutes Team. Wir können viel von ihnen und diesem Spiel lernen. Sie spielen sehr gut zusammen, bewegen den Ball, verteilen den Ball. Das können wir bei uns übernehmen. Natürlich nervt eine Niederlage immer, aber wir haben gut gekämpft und sind bereit für das nächste Spiel.“

. So geht es weiter: Nach den drei Auswärtsspielen in Chemnitz, Crailsheim und München folgen jetzt drei Heimspiele in Serie für die Veilchen: Mitteldeutscher BC, Hamburg Towers und EWE Baskets Oldenburg. Bitter für die Fans: Sie können noch immer nicht dabei sei, das neue Team können sie weiterhin nicht live in Augenschein nehmen. Dabei sind nur die Pappkameraden, die der Klub angeboten hat. Dem ersten Heimspiel am kommenden Samstag (18 Uhr) gegen den MBC kommt besondere Bedeutung zu. Ganz anders als vergangene Saison ist Hamburg einzuschätzen: Die Towers sind jetzt wehrhafte Türme. Und über Oldenburgs Klasse muss man nicht groß diskutieren.

Nach dem Heimspiel-Dreierpack folgt wieder ein Auswärts-Dreierpack in Bonn, Gießen und Frankfurt.  (Von Helmut Anschütz/gsd)

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