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BG Göttingen leitet den Aufwärts-Trend ein

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Sie klatschen für ihre Fans: Die BG-Spieler bedanken sich nach dem Sieg gegen Bamberg mit Applaus für die Unterstützung durch die Zuschauer. Von links: Max Besselink (33), Till Pape, Harald Frey, Mathis Mönninghoff (verdeckt) und Peter Hemschemeier (8).
Sie klatschen für ihre Fans: Die BG-Spieler bedanken sich nach dem Sieg gegen Bamberg mit Applaus für die Unterstützung durch die Zuschauer. Von links: Max Besselink (33), Till Pape, Harald Frey, Mathis Mönninghoff (verdeckt) und Peter Hemschemeier (8). © Hubert Jelinek/gsd

Das war schon mal ein guter erster Schritt in die richtige Richtung! Mit dem am Ende souveränen 95:79 gegen Bamberg legte die BG Göttingen den Grundstein zu einer Saisonphase, von der sie im weiteren Verlauf noch profitieren kann.

Göttingen – Den zweiten Schritt kann das Team von Trainer Roel Moors dabei schon am kommenden Donnerstag machen im vom 18.

Spieltag vorgezogenen Heimspiel gegen medi Bayreuth. Tip-off gegen die zweite fränkische Mannschaft in Folge ist um 19 Uhr in der S-Arena.

„Dieser Sieg war schon wegweisend“, meinte auch BG-Shooting-Star Till Pape, bei dem nach zwei, drei weniger überzeugenden Auftritten wieder ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar war nach dem Bamberg-Erfolg.

Im absoluten Fokus stand aber ein anderer als der Veilchen-Neuzugang: Harper Kamp stellte im zarten Alter von 34 Jahren seine Saison-Bestmarke ein. Am 16. Januar 2016 kam der zweifache Familienvater erstmals auf 26 Punkte – damals ausgerechnet in Bamberg!

Sprechchöre, Extra-Ehrenrunde nach dem MagentaSport-Interview, unzählige Hände abklatschen, Dutzende Selfies mit Veilchen-Fans –der Mann aus Arizona bereitete den BG-Anhängern (zusammen mit dem ebenfalls mit 23 Punkten starken Rayshaun Hammonds) einen bemerkenswerten Abend.

„Ganz ehrlich: Ich war nach den letzten Wochen ein bisschen frustriert“, lächelte Kamp in die Kamera und später auch noch vor der Umkleide. „Ich habe Energie reingebracht. Meine Mitspieler haben mich diesmal gefunden“, erklärte er seinen Saison-Bestwert.

Dass nun ausgerechnet der BG-Veteran (und eben auch Hammonds) zu gefeierten Helden wurden, verdeutlichte aber jedoch noch einen weiteren Aspekt: Die BG scheint auf einem Weg zu einer Mannschaft zu sein, die nur schwer ausrechenbar für den gegnerischen Coach ist. Aus dem Punktspiel-Sieg gegen Berlin zog Alba-Coach Israel Gonzales clever die richtigen Lehren, deckte Mark Smith und Harald Frey dann im Pokalspiel zu. Zuvor waren schon Till Pape und später auch Geno Crandall „aus dem Gebüsch“ gekommen – und jetzt eben Kamp und Hammonds. „Das ist schon unser Ziel, schwer ausrechenbar zu sein“, erklärte Kamp seinen persönlichen und auch den Triumph des Teams. Kamp weiter: „Alle waren besser fokussiert, wir haben unsere Identität vorn und hinten gezeigt. Auch wenn es noch nicht ganz das war, was wir wollen.“

Gegen medi Bayreuth bietet sich nun die Chance, das positive Gefühl beizubehalten. Gegen den Tabellenvorletzten ist – ganz banal – aber die richtige Einstellung gefragt. Bloß nicht nach dem Motto: schon vorher gewonnen! Das war vergangene Saison so, als Bayreuth aus Krankheits- und Verletzungsgründen mit nur sechs Spielern angetreten war, aber heftigste Gegenwehr leistete und nach Verlängerung nur 91:92 bei den Veilchen verlor.

Zudem kann die BG mit dem eventuell sechsten Saisonsieg das Selbstbewusstsein für die beiden folgenden Auswärtspartien in Braunschweig (26. Dezember) und fürs „Rückspiel“ in Bayreuth (29. Dezember) schärfen. In Braunschweig wird die BG von mehr als 100 Fans unterstützt.  (haz/gsd-nh)

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